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Wieviel Benzin darf man im Pkw mitführen?
Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob und warum man einen Ersatzkanister im Auto mitführen sollte. Die Regelungen in Deutschland überlassen die Entscheidung dem Autobesitzer selbst. Andere Länder haben strikte Gesetze im Umgang mit dem Reservekanister und den Transport von Kraftstoffen.
Rechtslage in Deutschland
In Deutschland gibt es keine ausdrückliche Mengenbeschränkung für im Reservekanister mitgeführtes Benzin. Lediglich für Anzahl und Qualität des Behälters gibt es Vorschriften. Grundsätzlich dürfen Kraftstoffe nur im DIN-Gerechten und dafür vorgesehenen Benzinkanistern transportiert werden.
Dieser sollte nicht älter als 5 Jahre sein. Das Herstellungsdatum findet sich auf den meisten Kanistern aufgedruckt oder eingeprägt. Die transportierte Kraftstoffmenge darf nicht auf mehrere Kanister aufgeteilt werden. Im Fahrzeug darf sich nur ein gefüllter Reservekanister befinden. Dieser sollte nur mit der dem Fahrzeug entsprechenden Kraftstoffsorte befüllt sein. Was die Kraftstoffmenge angeht, sollte nicht mehr im Auto mitgeführt werden, als für den Notfall angemessen. Es gibt Empfehlungen, die von zwanzig Litern für Pkw und sechzig Litern für Lkw sprechen. Wichtig ist eine gute Transportsicherung des Kanisters.
Er darf nicht frei im Kofferraum transportiert werden.
Rechtslage in anderen europäischen Ländern
In vielen Ländern der EU und des europäischen Auslands ist das Mitführen von Benzinkanistern gänzlich verboten. Für die Einfuhr von Kraftstoffen vom Ausland nach Deutschland gilt eine Steuer-Freigrenze von zwanzig Litern. Darüber liegende Mengen sind bei der Grenzüberschreitung zu verzollen.
Warum einen Ersatzkanister mitführen? Warum nicht?
Wer grenznah lebt und im Ausland zu günstigeren Preisen tanken kann, profitiert durch den Benzinkanister finanziell. Er kann zusätzlich zum vollen Tank günstiges Benzin einführen und später verbrauchen. Ein weiterer Aspekt ist der Sicherheitsgedanke, unterwegs nicht mit leerem Tank liegen zu bleiben. Aufgrund heutiger Tankstellendichte und langer, oft durchgehender Öffnungszeiten oder Tankautomaten ist dieser Grund allerdings kaum noch nachvollziehbar.
Jedenfalls, solange man sich nicht auf abgelegenen Routen oder Gegenden im Ausland mit schwacher Infrastruktur aufhält.
Ein klarer Nachteil des Ersatzkanisters ist das Sicherheitsrisiko. Man sollte bei allen Strecken also überlegen, ob er notwendig ist, oder aus dem Kofferraum ausgelagert werden kann.
Sicherheitshinweise
Frei im Auto transportiert kann ein Benzinkanister beim Unfall eine große Gefahr darstellen. Ungesichert ist er bei einem Aufprall zunächst ein gefährliches Wurfgeschoß. Kommt es zu einem Brand, kann es zu einer unnötig starken Ausbreitung des Feuers führen oder unter Umständen gar zur Explosion.
Diese Gefahren sind beim Benzintank des Pkw wesentlich kleiner. Er ist als fester Bestandteil am Auto angebracht und erfüllt unterschiedliche Sicherheitskriterien. Wie die meisten Ersatzkanister ist er aus Kunststoff hergestellt. Dies ermöglicht bei einem Brand ein kontrolliertes Abfackeln des Benzins. Weiterhin ist er an einer statistisch bei Unfällen wenig gefährdeten Stelle am Fahrzeug untergebracht.
Beim Transport eines Reservekanisters ist dringend zu beachten, dass die er nie ganz gefüllt sein darf. Bei Erwärmung, beispielsweise durch Sonneneinstrahlung im Sommer, dehnt sich das Benzin deutlich aus. Das könnte zum Platzen des Kanisters führen.
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