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Auto Flügeltüren
"Suicide Doors", (wörtlich übersetzt "Selbstmördertüren") sind hinten angeschlagene
Autotüren. Die Scharniere befinden sich hinter der Einstiegsöffnung, und lassen
die Türen entgegen der Fahrtrichtung nach hinten öffnen.
Diese Bauform war in den 60er Jahren sehr beliebt, kam dann aber wieder aus der
Mode. Wer danach Wert auf etwas andere Türen legte, fand oft Spaß an den "Lambo
Style Doors" - den Flügeltüren im Lamborghini-Stil.
Mit dem elegant schräg nach oben aufklappenden, Aufsehen erregenden Klappmechanismus
sind längst nicht mehr alleine das Markenzeichen der italienischen, alten Lamborghinis.
Mit einem Umbausatz aus Schrauben, Scharnieren und Kabelbaumverlängerungen kann
aus fast jedem Auto ein Blickfang werden. Voraussetzung ist jedoch bei Verlängerung
des Kabelbaums, dass man bei den Seitenairbags darauf achtet, dass sie auch nach
dem Umbau noch funktionstüchtig sind.
Auf Tuning-Messen sind Flügeltüren ein wichtiger Bestandteil verschiedener Automodelle
geworden. Besonders die Firma LSD (Lambo Style Doors) hat sich hier einen Namen
gemacht, ihr Scharniersystem gibt es für rund 1.500 Euro. Der Preis richtet sich
dabei nach dem Modell des umzurüstenden Fahrzeugs. Die Umbaukosten müssen dabei
hinzugerechnet werden.
Diese Flügeltüren werden vom TÜV abgenommen und sind für über 40 verschiedene Automodelle
erhältlich, sodass bereits sehr viele Tuner von diesem Aufsehen erregenden Showeffekt
profitieren. Ein Vorteil dieses Scharniersystem ist außerdem, dass sich die Türen
auch ganz normal seitlich öffnen lassen, wenn man z.B. Schwierigkeiten mit der Deckenhöhe
in der Garage bekommen sollte. Sie lassen sich natürlich auch einfach wieder
in den ursprünglichen Zustand verwandeln.
Auch andere Anbieter mit Flügeltüren "Made in Germany" ziehen erfolgreich nach.
Die meisten Systeme haben ein spezielles Scharnier, was die Tür etwa auf einen Winkel
von 30 Grad zuerst nach außen öffnet. Diese Türöffnung ermöglicht auch ein normales
Ein- und Aussteigen.
Nach der Öffnung werden ohne Kraftanstrengung mittels Gasfedern die Türen sicher
nach oben, bis zum Anschlagpunkt, geführt. Die Anschlagspunkte verhindern ein Zurückfallen
der Tür, oder eine zu große Öffnung.
Obwohl zwischenzeitlich fast ausgestorben, erleben die Suicide-Doors im Car-Tuning
wieder eine neue Blütezeit, es gibt sogar schon wieder Serienmodelle von Rolls-Royce
und Mazda, die mit dieser Technik ausgestattet sind.
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