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Zwischengas
Unsere heutigen Kraftfahrzeuge haben ein synchronisiertes Schaltgetriebe, oder eine
Automatikschaltung.
Bei der Automatikschaltung werden die entsprechenden Gänge oder Umdrehungen des
Motors automatisch geregelt. Jegliche Schaltung von Gängen entfällt.
Bei der Schaltung mit der Hand sind in den heutigen Kraftfahrzeuge überall synchronisierte
Getriebe vorhanden. Das Getriebe ist damit selbst in der Lage, die höhere Drehzahl
des niedrigeren Ganges an die niedrigere Drehzahl des größeren Ganges anzupassen.
Bei nicht synchronisierten Getrieben muss die Anpassung der Getriebezahnräder manuell
erfolgen. Das schalten in den nächst niedrigeren Gang erfolgt in drei Schritten.
Der Fahrer kuppelt und nimmt den Gang heraus. Im Leerlauf lässt er die Kupplung
wieder los. Nun wird so viel Gas gegeben, dass die Motordrehzahl dem niedrigen Gang
angepasst wird. Die Kupplung wird erneut gedrückt und der niedrigere Gang kann problemlos
eingelegt werden. Dieses dazwischen stattfindende Gas geben nennt sich Zwischengas.
Beim Schalten in den nächst höherem Gang wird es ähnlich gemacht, mit zwei Mal Kuppeln,
nur das Zwischengas wird weg gelassen.
Der gesamte Vorgang beim hoch oder herunterschalten muss zügig erfolgen (max. 20
Sekunden). Wenn beim Herunterschalten das Zwischengas nicht richtig dosiert wird,
oder der Vorgang zu lange dauert, geht der niedrigere Gang nicht hinein.
Bei einem LKW oder Traktor mit Last am Berg kann dadurch eine gefährliche Situation
entstehen, weil das Fahrzeug ohne Gang schnell rückwärts rollen kann.
Bei Fahrschülern war das richtige Beherrschen vom Zwischengas ein wichtiger Baustein
für den Führerschein.
Heute wird es nicht mehr gelehrt. Zwischengas hat heute höchstens im Motorsport
noch wegen einer schnellerer Beschleunigung noch Bedeutung.
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