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Zahnriemen wechseln
In einem Fahrzeug übernimmt der Zahnriemen im Allgemeinen die Motorsteuerung. Dabei
steuert er die Ventilbewegungen, damit diese nicht auf die Kolben aufschlagen. In
manchen Autos übernimmt anstelle eines Zahnriemens eine Zahnkette diese Funktion.
Die Zahnkette wird nicht gewechselt. Der Zahnriemen hingegen muss nach 90.000 bis
120.000 Kilometern gewechselt werden. Das genaue Intervall ist den Herstellerangaben
zu entnehmen.
Sollte der Zahnriemen schon vorher reißen, ist ein sofortiger Wechsel nötig, da
sonst Motorschäden drohen. Der Zahnriemenwechsel kann bei kaltem Motor durchgeführt
werden. Dabei wird zunächst der erste Zylinder auf den oberen Totpunkt (OT) gestellt
und die Zahnriemenverkleidung sowie die Kurbelwellenscheibe abgebaut.
Anschließend werden das Nockenwellenrad und das Kurbelwellenrad blockiert. Dies
ist oftmals mit einem Stift möglich, der in das Nockenwellenrad geschoben wird.
Meist befinden sich Markierungen am Nockenwellenrad und am Zahnriemengehäuse. Zur
Sicherheit sollte die Stellung der Zahnräder markiert werden.
Die Spannrolle wird gelöst und der Zahnriemen entfernt. Dabei sollten immer die
Spannrolle und die Umlenkrolle erneuert werden, da diese auch verschleißen. Nicht
bei jedem Fahrzeug ist eine Umlenkrolle vorhanden.
Beim Einbau des Zahnriemens muss die Laufrichtung unbedingt beachtet werden. Außerdem
dürfen sich Nockenwellenrad und Kurbelwellenrad dabei nicht verdrehen. Schon bei
einer Verstellung der Zahnräder um nur einen Zahn können später Motorschäden auftreten.
Anschließend wird die Spannrolle wieder gespannt. Dabei gilt die Faustregel, dass
der Zahnriemen an der längsten freihängenden Stelle, an der er nicht aufliegt, noch
um ca. 90° verdrehbar sein muss.
Nachdem die Blockierung entfernt ist, schließt sich eine Drehung der Kurbelwelle
um zwei Umdrehungen an. Dies entspricht einer Nockenwellenumdrehung. Danach sollte
unbedingt kontrolliert werden, ob die Markierungen übereinstimmen.
Gegebenenfalls muss der Zahnriemen mit der Spannrolle nachgespannt werden. Wenn
die Zahnriemenverkleidung und die Kurbelwellenscheibe wieder angebaut sind, kann
der Motor gestartet werden.
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