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Xenon Scheinwerfer nachrüsten
Die so genannten Xenon-Scheinwerfer sind eigentlich Gasentladungslampen, bei denen
das Xenon als Startgas für die Quecksilberdampf-Hochdruck-Plasmalampe dient. Die
Funktionsweise der Lampe basiert auf einem Lichtbogen zwischen zwei Wolfram-Elektroden.
Um den beim Einschalten notwendigen Hochspannungsimpuls zu erzeugen, ist ein Vorschaltgerät
notwendig.
Diese erstmals 1991 in Kraftfahrzeuge eingesetzten Scheinwerfer haben eine wesentlich
längere Lebensdauer als herkömmliche Halogenlampen, eine höhere Lichtintensität
bei geringem Stromverbrauch und zugleich eine bessere Farbwiedergabe.
Der Austausch von Halogenscheinwerfen und der Ersatz durch Xenon-Lampen stellt technisch
erst einmal kein Problem dar. Die Kosten einer Umrüstung liegen für eine Lampe bei
ca. 1100 Euro für Teile und Umbau.
Das größte Problem ist vielmehr, den Umbau im Rahmen der Straßenverkehrsordnung
zu bewältigen, da das Ausbauen der Halogenlampen und entsprechender Vorschaltgeräte
und das einfache Ersetzen in jedem Falle nicht erlaubt ist.
Lediglich bauartgeprüfte neue Lampen für den jeweiligen Autotyp können bedenkenlos
benutzt werden. Sind diese Scheinwerfer nicht käuflich zu erwerben, gibt es keine
Möglichkeit einer Umrüstung.
Aber auch sonst sind vor der Inbetriebnahme einige Hürden zu überwinden, denn es
muss zusätzlich eine Scheinwerferreinigungsanlage und eine automatische Leuchtweitenregulierung
vorhanden sein. Außerdem soll das Abblendlicht während der Betätigung des Fernlichts
weiter brennen.
Schließlich fehlen zum Betrieb noch die TÜV-Abnahme und der Eintrag in die Papiere.
Außerdem bleibt zu beachten, dass nur die Xenonlampen der Markenhersteller die Erwartungen
an Lebensdauer und Zündsicherheit erfüllen. Alle anderen günstigen Angebote sind
daher für den Umbau nicht empfehlenswert.
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