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Starthilfe
Es ist draußen eiskalt, das Thermometer war in der Nacht in den Minusbereich gesunken, die Autoscheiben sind frei gekratzt und die Fahrt soll beginnen. Wie immer drehen Sie den Zündschlüssel um, aber statt des gewöhnten Surrens des Anlassers ist nur ein müdes „Klack“ zu hören. Gerade bei winterlichen Temperaturen haben viele Fahrer mit diesem Problem zu kämpfen. Schuld ist in den meisten Fällen die Batterie. Die Kapazität einer Batterie lässt bereits nach drei bis vier Jahren nach und durch die höhere Belastung im Winter geht ihr schnell die Energie aus.
In der kalten Jahreszeit werden viele Komponente des Fahrzeugs, die im Sommer kaum genutzt werden, gleichzeitig benutzt. Das ganztägige Fahren mit Licht, die zusätzlichen Nebelscheinwerfer, der Scheibenwischer und das Gebläse für eine klare Sicht, die Heizung und zusätzlich noch die Sitzheizung und ein Hi-Fi System sorgen dafür, dass die Batterie nicht so schnell nachgeladen werden kann wie ihr Strom entzogen wird. Erst nach dem Starten sollten die Zusatzgeräte eingeschaltet werden um die Batterie zu entlasten. Fahrzeuge die überwiegend auf Kurzstrecken benutzt werden sind besonders anfällig.
Starthilfekabel
Eine Starthilfe mit einem Starhilfekabel und einem hilfsbereiten Autofahrer ist hier die einfachste Lösung. An beiden Fahrzeugen werden als erstes alle Stromverbraucher und die Zündung ausgeschaltet.
Beide Pluspole werden mit Hilfe der Zangen an den Enden des roten Starthilfekabels verbunden. Ein Ende des schwarzen Starhilfekabels wird an den Minuspol des Spenderautos und die andere Seite an einen Massepunkt, also an den Motorblock oder ein anderes Metallteil des Pannenautos geklemmt. Der Motor des Spenderautos kann gestartet werden und als nächstes sollte das Pannenauto problemlos anspringen und weiter laufen gelassen werden.
Vor dem Abklemmen der Starthilfekabel muss ein großer Stromverbraucher, wie zum Beispiel die heizbare Heckscheibe, eingeschaltet werden um in der Bordelektronik Spannungsspitzen zu vermeiden. In der Reihenfolge schwarz / Minuskabel und zuletzt rot / Pluskabel werden die Zangen des Starthilfekabels gelöst.
Den Stromverbraucher am Pannenfahrzeug wieder ausschalten und eine längere Überlandfahrt unternehmen. Die Batterie sollte in einer Werkstatt geprüft und eventuell erneuert werden, damit der Fahrer in den nächsten kalten Wintertagen nicht wieder vor einem streikenden Auto steht.
Hilfe über den Zigarettenanzünder
In Zeitungsanzeigen und im Versandhandel werden zunehmend Starthilfekabel über Zigarettenanzünder angeboten. Die Methode klingt sehr einfach, sie erspart das Hantieren mit dem Starthilfekabel und die Finger bleiben sauber. Eine Verbindung mit einer dünnen Litze und einem kleinen Gerät wird in beide Zigarettenanzünder- Buchsen hergestellt.
Das Spenderauto muss mindestens zehn Minuten laufen, dann soll es die Batterie mit so viel Strom beliefert haben um das Pannenauto zu Starten. Mehrere Tests haben ergeben, dass diese Art der Starthilfe nur selten funktioniert. Durch das lange laufen lassen des Spenderautos ist diese Technik sehr Umweltschädlich.
Vor dem Anbruch der kalten Jahreszeit ist ein Winter- Check zu empfehlen, mit einer Prüfung der Batterie lassen sich Pannen vermeiden, die im Dezember 50 % der Pannenstatistik ausmachen.
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