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Autowebsite » Tipps & Tricks » GFK Arbeiten - Anleitung

GFK Arbeiten - Anleitung




Die meisten Autos kommen vom Fließband - gleichen sichtausendfach in Form und Farbe. Natürlich ist Massenware günstig, aber für Individualität bleibt da oft kein Platz. Wer ein Unikat haben möchte, muss das teuer bezahlen oder eben selbst Hand anlegen. GFK ist das Zauberwort, wenn es um die persönliche Gestaltung des Autos geht.

Was ist GFK?

GFK steht für „Glasfaserverstärkter Kunststoff“ und wird umgangssprachlich auch als Fiberglas oder Duroplast bezeichnet. Es handelt sich hierbei um einen Faser-Kunststoff-Verbund, bestehend aus einem Kunststoff, wie beispielsweise Epoxidharz oder Polyamid, und Glasfasern, die der mechanischen Verstärkung dienen. GFK ist der meistgenutzte langfaserverstärkte Kunststoff und bietet ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis, ist korrosionsresistent und sehr belastbar. GFK wirkt sowohl elektrisch als auch thermisch isolierend, ist schlagfest und sehr leicht.

Im Kfz-Bereich wird GFK zum Beispiel bei Spoilern, Kotflügeln, Cabrio-Hardtops sowie Front- und Heckklappen verwendet

Was wird gebraucht, um selbst mit GFK zu arbeiten?

Die Arbeit mit GFK ist verhältnismäßig günstig, bedarf aber einigem Geschick. Die benötigten Materialien sind in jedem guten Baumarkt zu bekommen. Zur Herstellung von GFK werden Formvlies, Glasfasermatten, Polyester- bzw. Kunstharz und Flüssighärter benötigt. Weiterhin sollten eine Staubschutzmaske, verschiedene Pinsel, Verdünnung, Handschuhe, Schleifpapier in diversen Körnungen, Tacker oder kleine Nägel, Spachtel und Spachtelmasse bereitgehalten werden. Je nach gewünschtem Bauteil sollte weiterhin eine formgebende Unterkonstruktion vorhanden sein. Holz eignet sich hierfür sehr gut.

Schritt für Schritt zum individuellen Bauteil

Im ersten Schritt muss das Formvlies durch die Tackernadeln oder Nägel mit dem Untergestell verbunden werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Vlies sehr gut befestigt sein muss, da es sich während der weiteren Verarbeitung stark zusammenzieht. Nun werden zum Harz zirka 2 Prozent Härter beigemischt. Das Mischungsverhältnis ist hierbei sehr wichtig, da die Harzmasse sonst entweder zu schnell fest wird und sich nicht mehr verarbeiten lässt oder praktisch gar nicht austrocknen will. Mit Hilfe eines Pinsels muss das Harz nun großzügig und flächendeckend auf das Vlies aufgetragen werden.

Nun folgt eine halbe Stunde Trocknungszeit, nach deren Ablauf Sie Stellen herausschneiden können, in die später beispielsweise Boxen eingelassen werden können. Nun wird für die Stabilität gesorgt, indem man Harz auf die Innenseiten streicht und darauf die Glasfaserplatten klebt, die je nach Form zurechtgeschnitten werden müssen. Es muss sich um kein zusammenhängendes Stück handeln. Je mehr Lagen aufgetragen werden, umso stabiler wird das Bauteil.

Nach erneuter Trocknung können nun Unebenheiten beseitigt werden, indem Überschüssiges grob abgeschliffen wird und Vertiefungen durch Spachtelmasse ausgeglichen werden. Beim Schleifen sollte unbedingt die Staubschutzmaske getragen werden. Wenn das Bauteil am Ende mit Stoff oder Leder bezogen werden soll, ist es an dieser Stelle fertig, soll es aber lackiert werden, ist nun noch ein Feinschliff nötig. Dabei Arbeitet man sich langsam von einem Schleifpapier mit grober Körnung vor bis zu einem sehr Feinen.




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