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Drifting Anleitung / Drifting lernen
Driften ist eine äußerst anspruchsvolle und faszinierende Form des
Autofahrens, bei der es darauf ankommt, ein Fahrzeug im instabilen Zustand des
Übersteuerns zu bewegen. Kaum jemand, der zumindest ein wenig Benzin im Blut
hat, wird unbeeindruckt bleiben können, wenn ein Automobil mit Rauchzeichen der
Hinterreifen quer um eine Kurve angeflogen kommt. Egal ob als Zuschauer,
Beifahrer oder Fahrer; es gibt wohl kaum ein spannenderes Spektakel im
Motorsport.
Besonders weit verbreitet ist das Driften im Rallyesport, da es dort ganz
einfach die schnellste Form des Kurvenfahrens darstellt. Dies liegt an dem
oftmals losen Untergrund wie Schotter, Kies oder Schnee, auf dem die
durchdrehenden Räder einen höheren Grip und somit ein schnelleres Vorankommen
ermöglichen. Und auch die besondere Art der Streckenführung bei Rallyes, welche
oftmals Spitzkehren und Serpentinen beinhaltet, macht für die erwünschte
Bestzeit diese besondere Fahrweise erforderlich.
Anders zu bewerten ist das Driften hingegen auf Rundstrecken. Hier ist eine
runde Fahrweise die bessere und schnellere Wahl, ein Herantasten an die
Ideallinie und an den Grenzbereich des Fahrzeugs ohne ein provoziertes
Übersteuern ist hier gefragt. Mittlerweile haben sich jedoch auch auf
europäischen Rennstrecken besondere Wettbewerbe etabliert, bei denen es
ausschließlich um eines geht: Driften. Hierbei werden dann die Dauer des Drifts,
der Anstellwinkel des Autos und die Ausnutzung der Strecke bewertet. Ein ganz
besonderes Spektakel für Zuschauer und Beteiligte.
Doch wie ist es möglich, ein Fahrzeug in den Zustand des Driftens zu bekommen?
Prinzipiell ist ein kontrollierter Drift nur mit heckgetriebenen oder
allradgetrieben Fahrzeugen mit hecklastiger Kraftverteilung möglich. Die Kurve
wird mit angemessener Geschwindigkeit und passendem Gang angebremst, dann folgt
ein schneller Lenkimpuls in Richtung Kurveninnenseite. Gleichzeitig mit dieser
Lenkbewegung erfolgt ein Gasstoß, so dass das Heck des Autos zum Ausbrechen
gebracht wird. Nun wird rasch gegengelenkt, um einen Dreher zu vermeiden, und
mit sensiblen Gasstößen sowie leichten Lenkkorrekturen wird das Fahrzeug im
Zustand des Übersteuerns gehalten.
Dies erfordert ein hohes Maß an Fahrzeugbeherrschung und Gefühl, außerdem
spielen viele verschiedene Faktoren wie Streckenbelag und -beschaffenheit,
Reifen, Gewichtsverteilung des Autos usw. eine Rolle. Mit ein wenig Übung wird
es jedoch fast jeder schaffen, mit seinem Fahrzeug einen kleinen Drift zu
zaubern. Dass dies nicht im öffentlichen Straßenverkehr versucht werden sollte,
versteht sich von selber.
Am Kurvenausgang wird das Gegenlenken langsam reduziert und durch damit
einhergehende Gaswegnahme wird das Übersteuern im Idealfall sanft ausgeleitet.
Wem dies das erste Mal gelungen ist, der wird das erhebende Gefühl haben, sein
Automobil voll und ganz beherrschen zu können. Ganz abgesehen von dem großen
Spaßfaktor stellt die Kenntnis über das Verhalten von Fahrzeugen im Grenzbereich
auch ein enormes Sicherheitsplus für den täglichen Straßenverkehr dar. Insofern
ist ein Driftlehrgang, wie er bei diversen Anbietern gebucht werden kann,
sicherlich eine fesselnde und lohnende Investition.
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