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Bremsbeläge wechseln
Bremsbeläge im eigentlichen Wortsinn gibt es im Autozeitalter des 21. Jahrhunderts
kaum noch - dieses Begriffsrelikt stammt aus der Zeit, als Trommelbremsen den gängigen
Standard darstellten.
Hier wurden tatsächlich Beläge auf den mechanisch bewegten Bremsbacken aufgenietet
oder geklebt. Heute regiert die Scheibenbremse, bei der zum Bremsvorgang von links
und rechts massive Klötze an die am Rad rotierende Scheibe angepresst werden.
Der Vorteil beim Wechseln liegt darin, dass man nicht erst mühsam eine Trommel aufschrauben
muss, denn nach dem Abnehmen des Rades liegen die Bremsklötze meist frei zugänglich
vor dem Schrauber. Bei innen liegenden Bremsen sind diese auch oft vom Motorraum
aus zugänglich.
Beim Wechseln der Bremsbeläge können oft unerwartete Probleme auftreten. So können
zum Beispiel Abdeckbleche, Haltefedern und Haltestifte bei lange vernachlässigter
Wartung, derart verrostet sein, dass sich diese buchstäblich nur "stückchenweise"
entfernen lassen.
Über einen Neukauf kommt man in diesem Fall nicht herum. Das Problem liegt jedoch
oft darin, dass die gewünschten Ersatzteile nicht als Standartzubehör im Bremsbeleg-Satz
enthalten sind.
Da die Bremssättel, in denen die Klötze eingeschoben sind, zur Montage entweder
mit Hilfe eines Keils auseinander geklopft, oder per Schraubvorrichtung auseinandergedreht
werden müssen, um die unverbrauchten und somit viel breiteren Bremsklötze einzupassen,
ist auch hier wegen festgesetztem Schmutz oder Rost nicht selten mit schweißtreibender
Arbeit zu rechnen.
Bei älteren und recht zierlichen Bremssätteln aus billigem Gussmaterial (insbesondere
in Altautos für die Hinterradbremsen) kann heftiges Klopfen sogar zu Brüchen des
Sattels führen.
Für Hobbybastler, die sich noch nie mit solch sicherheitsintensiven Arbeiten befasst
haben, sollte daher im Zweifelsfall die Devise gelten: "Pfusch" bedeutet Lebensgefahr!
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