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Autobatterie aufladen / entladen / entsorgen
Bei modernen Fahrzeugen läuft heutzutage ohne intakte
Autobatterie überhaupt nichts mehr. Die Zeiten, in denen
zumindest ein Dieselmotor auch ohne Stromspender lief, sind lange
vorbei. Die Autobatterie ist der häufigste Grund für
Pannen. Die Lebensdauer einer Autobatterie hat sich in den vergangenen
Jahren trotz moderner Technologie drastisch verkürzt. Eine
Zyklus von drei Jahren bis zum Austausch der Autobatterie wird
als nicht ungewöhnlich angesehen. Motorradbatterien
- technisch mit den Autobatterien identisch - halten dagegen drei bis
vier Mal so lange. Woran liegt das?
Schuld daran sind die zahlreichen Verbraucher komfortabler, gut
ausgestatteter Autos. Bis zu 100 kleine Elektromotoren nehmen Fahrern
und Fahrerinnen mittlerweile auch die kleinste Tätigkeit ab -
von der elektrischen Sitzverstellung bis zur elektrisch
schließenden Heckklappe. Kurzstreckenverkehr und
ständig eingeschaltete Verbraucher saugen trotz intakter
Elektrik den Akku binnen kurzem leer. Jede vollständige
Entladung schadet aber der Batterie und verkürzt ihre
Lebensdauer.
Was können Autofahrerinnen und Autofahrer tun, um der Batterie
beim Laden und Entladen das Leben leicht zu machen und der Umwelt beim
Entsorgen einer defekten Batterie nicht zu schaden?
Die Autobatterie wird durch die Lichtmaschine beim laufenden Motor
ständig geladen. Die Verbraucher - von der bescheidenen
Instrumentenbeleuchtung bis zur gefräßigen heizbaren
Heckscheibe - ziehen den Strom wieder ab. Ideal ist ein Gleichgewicht.
Laden, Entladen, aber ohne Extreme. Das mag die Batterie am liebsten
und dankt es mit langer Lebensdauer. In der Praxis sieht das so aus:
Kurzstreckenbetrieb schdet nicht nur Umwelt und Motor, sondern bei
vielen eingeschalteten Verbrauchern auch der Batterie. 500 Meter Fahrt
bis zum Bäcker, und das mit eingeschalteter Klimaanlage,
heizbarer Heckscheibe, Abblendlicht, Radio, Gebläse,
Sitzheizung und Scheibenwischern, das macht keine Batterie lange mit.
Falls Kurzstrecke unvermeidlich ist - so wenig Verbraucher wie
möglich einschalten. Vor dem Abstellen des Motors alle
Stromfresser ausschalten.
Falls eine leere Batterie Starthilfe von einem anderen Fahrzeug
bekommt, so funktioniert das zwar bei richtiger Vorgehensweise, es
schadet jedoch der leeren Batterie.
Vorsichtige haben Recht, wenn sie vor dem Startvorgang einen starken
Verbraucher wie zum Beispiel die heizbare Heckscheibe einschalten. Das
hilft Spannungsspitzen zu vermeiden.
Falls eine Batterie zwecks Aufladung an ein Ladegerät
gehängt wird, bitte nicht die - falls vorhanden -
Schnellladetaste betätigen. Das ist Gift für die
Batterie. Je langsamer der Ladevorgang, desto schonender. Auch die
Entladungstaste macht keinen Sinn - Batterien entladen sich auf Dauer
von selbst, wenn sie nicht geladen werden. Die besten
Ladegeräte sind die elektronisch geregelten, welche die
Batterie selbstätig ständig ein wenig entladen, dann
wieder laden, dann wieder etwas entladen. So wird schonender, idealer
Alltagsbetrieb simuliert, das mag der Akku besonders gern.
Das Problem der Entsorgung ist bei Autobatterien überhaupt
keines. Im Gegenteil: Beim Neukauf einer Autobatterie muss
grundsätzlich der alte Akku dem Händler
zurückgegeben werden, ansonsten werden zusätzliche
7,50 Euro beziehungsweise 15 Euro "Pfand" fällig. Wer
trotzdem, aus Faulheit oder aus sonstigem Grund, die alte Batterie
"wild" entsorgt, macht sich strafbar. Autobatterien sind - vor alle
wegen ihres hohen Bleigehalts - gefährlicher
Sondermüll. Der einfachste und kostengünstigste Weg
ist die Rückgabe beim Händler. Der ist
nämlich bei Neukauf zur Annahme des alten Akkus verpflichtet.
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