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Auto fremdstarten




Es geschieht häufig bei alten Autos und häufig im Winter: Die Autobatterie (Akkumulator) hat sich entladen, und das Auto benötigt Starthilfe. Dies kann aber nicht nur die Fahrer alter Autos treffen, gleichwohl sie besonders oft unter dem lästigen Phänomen leiden. Klassische Fälle von Batterieentladung geschehen auch durch versehentlich geöffnete Autotüren, wodurch das Innenlicht auf längere Zeit brennen bleibt, oder durch das unbeabsichtigte Anlassen der Scheinwerfer oder des Radios. Dies belastet die Batterie, und insbesondere im Winter kann dann die nötige Energie zum erneuten Anlassen des Fahrzeugs fehlen. Deshalb empfiehlt es sich grundsätzlich, ein Starthilfekabel beispielsweise im Kofferraum zu deponieren.

Starthilfe geben die meisten Autofahrer im Ernstfall gerne.

Sicher: Es gibt auch die Möglichkeit, das nächste Taxiunternehmen anzurufen und einen Fahrer damit zu beauftragen, samt Kabel zum Ort der Panne zu kommen und das Auto Fremdzustarten. Jedoch kann dies teuer werden. Einfacher ist es da, sich selbst mit den Grundzügen des Fremdstartens vertraut zu machen und die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Wichtig beim Fremdstarten ist es, auf die Volt-Zahl beider Fahrzeuge zu achten, die gleich hoch sein, also bei beiden Fahrzeugen entweder 12 Volt oder 24 Volt betragen sollte. Am einfachsten ist es, beide Fahrzeuge mit der Front möglichst nahe zusammenzubringen, denn Starthilfe-Kabel haben selten eine lange Reichweite. Bevor das Starthilfe-Kabel angebracht wird, sollten alle Gänge herausgenommen und Geräte wie Radios darauf kontrolliert werden, ob sie ausgeschaltet sind.

Der helfende Fahrer kann sein Auto derweil bereits anlassen. Nun müssen die Pluspole der Autobatterien miteinander durch das rote Kabel verbunden werden. Das eine Ende des schwarzen Kabels kann bereits am Minuspol der Stromgebenden Batterie angeschlossen werden. Dies sollte geschehen, bevor auch das liegen gebliebene Fahrzeug mit dem Kabel verbunden wird. Letzteres muss dabei nur noch an einem Teil des Motors oder der Karosserie angeklemmt oder aufgelegt werden. Dabei sollte das Kabel aber nicht auf Keilriemen, Lüfter oder Anlasser liegen. Nun können Sie versuchen, Ihr Auto zu starten, wobei Sie jedoch nicht länger als 15 Sekunden lang den Schlüssel im Zündschloss umdrehen sollten. Falls es beim ersten Mal nicht klappt: Legen Sie eine kurze Pause ein und versuchen Sie es weiter. Oft funktioniert das Anlassen erst beim zweiten, dritten oder vierten Mal. Um zu verhindern, dass die Motorregelung Schaden nimmt, sollten Sie an Ihrem Auto das Gebläse anschalten, bevor sie das Starthilfe-Kabel wieder entfernen - dies übrigens in genau umgekehrter Reihenfolge als beim Anbringen des Kabels.

Achtung: Viele Autofahrer schwören noch heute auf die Methode, das Auto einfach mit eingelegtem Gang anzuschieben oder den Berg herunterrollen zu lassen. Jedoch hat sich mit der Einführung des Katalysators einiges geändert: Besser, auf die rollende Starthilfe wird verzichtet, denn wenn sich unverbranntes Benzin-Gemisch mit einem Male entzündet, kann der Katalysator dadurch beschädigt werden.




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