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Anlasser ausbauen
Einen defekten Auto-Anlasser bekommt man sofort zu spüren, ohne dass man es
umgehen kann, denn der Motor startet beim Dreh des Zündschlüssels nicht.
Alternativ kann auch ein Defekt der Batterie die Ursache sein, dies erkennt man
jedoch schnell.
Eine defekte Batterie prüft man im Fahrzeug folgendermaßen: Zündung einschalten,
nacheinander viele Verbraucher wie Radio, Heizung, Gebläse und Licht
einschalten. Spielt das Radio in normaler Abspielgeschwindigkeit, wird die
Heizung warm, kommt auf der höchsten Stufe des Gebläses auch die meiste Luft
raus und strahlt das Licht in gewohnter Stärke, dann kann nur noch der Anlasser
für das nicht Starten des Motors verantwortlich sein.
Besonders ärgerlich ist dies, wenn man unterwegs ist und ein Pannendienst ohne
Garantie des Fahrzeugs oder Mitgliedschaft in einem Automobilclub besonders
teuer wird. Meist ruht der Defekt von einem kaputten Magnetschalter her. Für
einen einmaligen Start des Motors kann ein leichter Hammerschlag auf den
Anlasser helfen. Diesen muss man jedoch erst einmal finden.
Der Anlasser sitzt direkt am Getriebe wo er Einfluss auf die Schwungscheibe
nimmt. Das Getriebe ist auch für Laien gut zu erkennen. In modernen Fahrzeugen
sind die Motorräume meist jedoch komplett verbaut und durch zahlreiche
Abdeckungen unzugänglich. Das Entfernen von Drittteilen ist erforderlich. Bei
älteren Fahrzeugen geht dies einfacher.
Eine Reparatur des Anlassers führt in der Regel zu keinem Erfolg und ist meist
unwirtschaftlich. Bei älteren Fahrzeugen lohnt daher der Tausch gegen einen
generalüberholten Anlasser vom Teilehändler oder Schrottplatz. Diese Bauteile
funktionieren genauso gut und sind erheblich billiger als Neuteile. Den defekten
Anlasser kann man dort auch abgeben und erhält sogar noch eine kleine
Gutschrift. Bei Defekten an neuen Fahrzeugen greift in der Regel die Garantie,
denn ein Anlasser ist normalerweise für eine lange Lebensdauer ausgelegt.
Der Wechsel ist relativ einfach zu erledigen. Erst wird der Minuspol der
Batterie abgeklemmt und anschließend der Pluspol. Dies ist zwingend
erforderlich, da der Anlasser direkt mit der Batterie verbunden ist. Nun kann
der Anlasser von seinen ganzen Anschlüssen getrennt werden und aus dem Getriebe
herausgeschoben werden.
Der Anlasser besitzt eine Führungshülse, diese ist für den korrekten Sitz
verantwortlich. Bei der Gelegenheit sollte man die Führungshülse gleich mit
reinigen. Sie kann nach der Demontage des Anlassers leicht entnommen werden.
In umgekehrter Reihenfolge wird nun der neue oder generalüberholte Anlasser
eingesetzt. Alle Anschlüsse werden wieder angeschlossen und abschließend wird
die Batterie beginnend mit dem Minuspol angeklemmt.
Für den Austausch bei neueren Fahrzeugen oder Modellen mit großen Motoren hilft
meist nur der Gang zum Fachhändler oder zu einer freien Meisterwerkstatt. Der
Anlasser ist dabei nicht das problematische Bauteil, sondern die Peripherie.
Müssen Flüssigkeitsschläuche geöffnet werden oder elektrische Bauteile ausgebaut
werden, besteht Gefahr. Allerdings sollte man auch in der Werkstatt auf den
Tausch gegen einen gebrauchten Anlasser bestehen. Notfalls wird das Teil selbst
mitgebracht.
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Leser-Kommentare (3)
Marcus
(25.01.2011 13:19:02)
Nene erst plus is schon richtig... außerdem is den bauteilen das egal! ;) hass du schonmal was vonner physikalischen und technischen stromrichtung gehört!
mfg
Julian
(17.12.2010 14:08:37)
Wenn dann schon erst masse und dann plus wegen den bauteilen..aber zu einem kurzen kann es eigentlich nicht kommen!
Stefan
(11.11.2010 13:06:33)
Beim Anklemmen der Batterie bitte unbedingt erst den Pluspol anklemmen. Andernfalls kann es versehentlich zu einem Kurzschluss kommen kann, wenn man mit dem Pluskabel, welches an die Batterie angeklemmt wird, ein Metallteil (Masse) berührt.
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