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Wartung der Klimaanlage
Klimaanlagen sind inzwischen Standard in vielen modernen Fahrzeugen. Inzwischen verfügen schon über 80 Prozent aller Mittelklassewagen und mehr als die Hälfte der Kleinwagen über eine serienmäßige Klimaanlage. Doch in Sachen Wartung gibt es viele Details zu beachten.
Zuallererst: Bei allen Klimaanlagen gibt es einen dauernden Verlust von Kältemittel, das mit der Zeit ganz einfach verdunstet. So kann schon nach zwei oder drei Jahren bis zu ein Drittel der notwendigen Kühlflüssigkeit abhanden kommen.
Klar, dass dadurch auch die Klimaanlage an Leistung verliert.
Die Kühlflüssigkeit sorgt zudem dafür, dass Dichtungen und Kompressor gut geschmiert werden. So kann die Anlage, wenn sie nicht richtig gepflegt wird, nach fünf bis spätestens acht Jahren defekt sein.
Viele Autohersteller weisen ihre Kunden beim Kauf nicht auf die Notwendigkeit zur regelmäßigen Inspektion der Klimaanlage hin.
In vielen Herstellerhinweisen fehlen Angaben zur Neubefüllung oder Wartung. Das ist auch ein Problem für Werkstätten. Nicht selten wird deshalb Kunden dort alles andere als geholfen. Manchmal wird nicht nur der Schaden nicht gefunden, sondern durch unsachgemäße Reparaturversuche entstehen zusätzliche Probleme. Daher empfiehlt es sich, zur Reparatur oder Wartung der Klimaanlage eine Vertragswerkstatt oder Servicestellen der Hersteller von Klimaanlagen aufzusuchen, auch wenn dies teuerer ist als der Service bei freien Werkstätten. Im Abstand von zwei Jahren sollten Fahrzeugbesitzer ihre Klimaanlage warten lassen. Wer einen Neuwagen besitzt, muss die Anlage erst nach drei, spätestens aber nach vier Jahren warten lassen.
Autobesitzer können aber nicht nur durch die regelmäßige Wartung viel dazu beitragen, dass die Klimaanlage lange hält. Mindestens zehn Minuten jeden Monat sollte die Klimaanlage laufen, damit die Wellendichtung am Kompressor länger hält. Ein Anzeichen für solche Defekte können unangenehme Gerüche sein, die auf Pilze oder Bakterien hinweisen können. Diese entwickeln sich übrigens auf dem Verdampfer ganz prächtig, was aber unterbunden werden kann, wenn man die Anlage mindestens eine Stunde lang laufen lässt. Außerdem hilft es, die Anlage fünf Minuten bevor man sein Ziel erreicht auszuschalten, damit der Verdampfer austrocknen kann. Stinkt es dennoch weiterhin, sollte der Verdampfer in einer Werkstatt gesäubert und desinfiziert werden.
Achtung beim Gebrauchtwagenkauf. Wer sich ein gebrauchtes Auto zulegen möchte, sollte den Besitzer fragen, ob die Klimaanlage lange nicht benutzt wurde. Ist dem so, kann es zu einem Totalversagen der Anlage kommen, wenn sie wieder in Betrieb genommen wird, zumindest wenn sich keine Kühlflüssigkeit mehr darin befindet und auch der Kompressor nicht mehr ausreichend geschmiert wird. Ein neuer Kompressor kann teurer werden als der Preis für den Gebrauchtwagen.
Übrigens leidet wegen schlechter Wartung auch die Umwelt, da durch verdunstendes Kühlmittel der Treibhauseffekt gefördert wird. Schon ein Kilo Kühlflüssigkeit kann die Atmosphäre ebenso stark aufheizen wie 1,3 Tonnen Kohlendioxid. Experten schätzen, dass - allein in der Bundesrepublik - mehr als 1000 Tonnen Kühlmittel allein aus Klimaanlagen von Fahrzeugen verdunsten.
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