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Aufbauseminar




Erreicht das Flensburger Punktekonto bestimmte Stände, oder hat ein Verkehrsteilnehmer bestimmte Verkehrsstraftaten begangen, kann ein freiwilliges oder obligatorisches Aufbauseminar fällig werden.

Wer innerhalb der Probezeit Ordnungswidrigkeiten oder Verkehrsstraftaten begeht, wird zur Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF) verpflichtet. Fahrer, die sich in der Probezeit befinden und Straftaten in Verbindung mit Alkohol oder Betäubungsmitteln begangen haben, müssen an so genannten besonderen Aufbauseminaren teilnehmen. Im Volksmund werden solche Seminare auch "Idiotentest" genannt.

Führerscheinbesitzer, die bis zu 13 Punkte in Flensburg gesammelt haben, können durch die freiwillige Teilnahme an einem Aufbauseminar für allgemein auffällige Kraftfahrer (ASP) maximal 4 Punkte abbauen und so die bestehende Gefahr eines möglicherweise drohenden Führerscheinentzugs abwenden. Fahrer, deren Konto 14 bis 17 Punkte aufweist, werden zur Teilnahme an einem ASP verpflichtet. Die Führerscheinbehörde setzt diesen Verkehrsteilnehmern eine Frist, in deren Rahmen der Nachweis über den Besuch eines Seminars vorzulegen ist. Geschieht das nicht, droht der Führerscheinentzug.

Ein Aufbauseminar besteht aus mehreren Sitzungen, in denen vor allem Verkehrssicherheit, Rücksichtnahme und die generelle Einstellung zum Straßenverkehr thematisiert werden. In Vorträgen und insbesondere im Rahmen von Diskussionen sollen die Teilnehmer sich aktiv mit ihrem Verhalten im Verkehr auseinandersetzen. Das Aufbauseminar soll den Teilnehmern ihre verkehrsbezogenen Mängel vor Augen führen und sie zu verkehrssicherem Verhalten anmahnen. Diese Inhalte legt die Fahrerlaubnisverordnung explizit fest. Den Abschluss des Aufbauseminars bildet eine Fahrprobe.

Die Kosten für Aufbauseminare muss der Teilnehmer selbst tragen – auch dann, wenn er zur Teilnahme verpflichtet worden ist.

Da Aufbauseminare allerdings erst bei Erreichen einer bestimmten Mindestteilnehmerzahl stattfinden, kann im Einzelfall der kurzfristige Ausfall einer Schulung dazu führen, dass die Frist überschritten wird. Deshalb ist es ratsam, sich frühzeitig um einen Teilnahmeplatz zu kümmern, um gegebenenfalls noch die Möglichkeit zum Umdisponieren zu haben.




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