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EU-Auto kaufen
Beim Kauf eines Neuwagens können kluge Käufer ganz einfach bis zu 30 Prozent sparen. Klingt unglaublich? Vielleicht, aber es steckt eigentlich kein großes Geheimnis dahinter, es ist vielmehr in der Regel ein Mangel an Informationen. Aus diesem Grund ist nur etwa jeder zehnte Neuwagen in Deutschland ein Re-Import aus der EU.
Natürlich sind Autoverkäufer kaum daran interessiert, Autos zu einem Preis zu verkaufen, der nur knapp über oder manchmal sogar unter dem Einkaufspreis in Deutschland liegt. Darüber hinaus gibt es nur wenige Spezialisten, die gute Beratung zum Thema liefern können oder die sich auf das Thema EU-Autos spezialisiert haben. Daher finden Sie hier alle wichtigen Informationen.
Der Preisunterschiede bei Neuwagen zwischen Deutschland und anderen Ländern in der EU liegt bei fast allen Modellen bei mindestens 15 Prozent, teilweise deutlich darüber. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen sind die Produktions- und Transportkosten unterschiedlich, wichtiger sind aber die verschiedenen Steuersätze und die daraus resultierenden Listenpreise der einzelnen Hersteller.
Ein Beispiel: Der Preis für einen VW Polo liegt in Deutschland bei etwa 15.000 Euro. In Frankreich, wo die Konkurrenz durch einheimische Hersteller wie Peugeot oder Renault gerade im Kleinwagensegment sehr groß ist, muss Volkswagen den Listenpreis anpassen, um konkurrenzfähig zu sein. Die meisten deutschen Autokäufer wissen aber nicht um diesen Preisunterschied, zudem ist es relativ kompliziert, ein Auto in einem anderen Land und in einer anderen Sprache zu kaufen.
An dieser Stelle kommen Händler ins Spiel, die sich auf den Reimport von Neuwagen aus dem EU-Ausland spezialisiert haben. Natürlich geht ein Teil des Preisvorteils verloren, da auch der Händler Gewinn machen möchte, trotzdem sparen Kunden immer noch einen großen Teil der Kaufsumme, die sie in Deutschland zahlen müssten.
Das immer noch weit verbreitete Vorurteil, dass dieser Preisvorteil durch teure Nachrüstungen von bestimmten Teilen zunichte gemacht wird, entspricht längst nicht mehr der Realität. Neuwagen müssen im gesamten Binnenmarkt, also in der gesamten EU, die gleichen technischen Anforderungen erfüllen, auch die Vorschriften zum Thema Garantie sind die gleichen. Im Garantiefall muss daher der deutsche Vertragshändler den Schaden beheben.
Eines sollten Käufer allerdings beachten: Die Neuwagengarantie zählt ab dem Tag, an dem das Auto vom Importeur übernommen wird. Wer den Wagen also noch beim Händler stehen lässt, gibt einen Teil seiner Neuwagengarantie auf und sollte sich überlegen, ob eine Neuwagenanschlussgarantie sinnvoll ist.
Auch bei Jahreswagen können Autokäufer viel Geld sparen. Hier werden meistens gebrauchte Mietwagen mit einem Kilometerstand zwischen 5.000 und 20.000 Kilometern nach Deutschland importiert.
Da Autovermietungen von Herstellern im Gegenzug für gewisse Abnahmeverpflichtungen hohe Rabatte erhalten, können und müssen sie beim Verkauf der Wagen einen Teil des Rabatts weitergeben. Deutsche Jahreswagen dagegen sind vor allem Vorführwagen oder Autos von Privatleuten, bei denen kein vergleichbarer Rabatt möglich ist.
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