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LKW Versicherungen
Während die Prämie bei PKW-Versicherungen nach der jeweiligen Typklasse berechnet wird, richtet sie sich bei LKW-Versicherungen nach Kilowatt oder Nutzlast, also nach der Leistung. Allerdings lässt sich die Prämie nicht pauschal berechnen, da sie von individuellen Angaben, wie zum Beispiel ob der LKW nur im Nahverkehr oder auch im Fernverkehr eingesetzt wird und ob gewerbliche Güter oder sogar Gefahrgut transportiert werden, abhängt. Zwar gibt es Versicherungen, die im Nahverkehr einen Radius von bis zu 150 km tolerieren oder akzeptieren, dass der LKW gelegentlich im Fernverkehr eingesetzt wird, jedoch sollten hier vor dem Abschluss einer Versicherung die Angebote verglichen werden.
Welche Versicherungen braucht ein LKW?
Genauso wie beim PKW ist auch beim LKW eine Haftpflichtversicherung unumgänglich und sogar gesetzlich vorgeschrieben. Ohne den Abschluss dieser Versicherung bekommt der LKW keine Zulassung und darf im Straßenverkehr nicht genutzt werden. Auch hierbei richtet sich die Prämie nach der Art der Benutzung des LKWs. Zudem sind auch der Aufbau des Fahrzeugs, sowie die Motorleistung und die Nutzlast von großer Bedeutung. Die Prämie richtet sich also größtenteils nach den Angaben in den Fahrzeugpapieren der Zulassungsbescheinigung bzw. der Betriebserlaubnis. Das Sortieren der Fahrzeuge nach diesen Kriterien wird häufig auch als Wagnis bezeichnet, bei der jeder LKW eine so genannte Wagniskennziffer erhält.
Abgesehen von der Haftpflichtversicherung ist es besonders wichtig, für den LKW entweder eine Vollkasko- oder eine Teilkaskoversicherung abzuschließen. Dabei ist zu bedenken, dass LKWs im Vergleich zu den meisten Pkws in der Regel einen wesentlich höheren Wert haben, sodass eine Kaskoversicherung sinnvoll ist. Individuell lässt sich dann entscheiden, ob diese mit oder ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen wird.
Nicht gesetzlich vorgeschrieben aber vor allem für Firmeninhaber ratsam ist eine zusätzliche Insassenversicherung. Sollte es zu einem Unfall kommen, sind sowohl der Fahrer des LKWs als auch eventuelle Beifahrer abgesichert.
Nicht zu vergessen ist auch, dass die Haftpflicht- und Kaskoversicherung ausschließlich das Fahrzeug selbst versichert, nicht aber die Ladung. Ratsam ist deshalb eine Transportversicherung und, falls Gefahrgüter transportiert werden, eine zusätzliche Gefahrgutversicherung. Vor allem letzteres ist besonders wichtig, da durch Schäden mit Gefahrgütern hohe Kosten entstehen können.
Versicherungen für LKWs im Ausland
Da viele LKWs im Fernverkehr auch im Ausland unterwegs sind und die Haftpflichtversicherung häufig nur eingeschränkt für Schäden außerhalb von Deutschland aufkommt, ist eine "grüne Karte", wie die Internationale Versicherungskarte oft genannt wird, zu empfehlen. Im Falle eines Unfalls lassen sich von der Karte alle Informationen ablesen, sodass eine unkomplizierte Abwicklung kein Problem darstellt. Zudem sollte bei regelmäßigen Fahrten ins Ausland bei der Kaskoversicherung hohe Deckungssummen vereinbart und mögliche Schäden durch Vandalismus oder Diebstahl mit einbezogen werden.
Um die passende Versicherung zu finden sollten jedoch Angebote von verschiedenen Anbietern eingeholt und verglichen werden, da individuell entschieden werden muss, welche Versicherung den Ansprüchen und Gegebenheiten des Fahrzeugbesitzers entspricht.
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