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Autowebsite » Fahrsicherheit » Scheibenwischermotor

Scheibenwischermotor




Die Scheibenwischer sind die für die Fahrsicherheit wichtigste Komponente, halten sie doch die Front- sowie Heckscheibe frei von Wasser oder Schnee. Eine freie und ungehinderte Sicht ist sehr wichtig. Angetrieben werden die Scheibenwischer über ein Gestängesystem, dessen Herzstück ein Elektromotor bildet. Es gibt viele verschiedene Wischersysteme; am häufigsten ist das Einfachsystem mit einem Wischermotor, der über ein spezielles Gestänge zwei Wischerarme zeit- und intervallgleich antreibt.

Bei Fahrzeugen neueren Datums gibt es auch Systeme, die Intervallmotoren ohne Gestänge verwenden. Dabei wird jeder Wischerarm von jeweils einem Motor angetrieben. Die Intervall- und Geschwindigkeitssteuerung erfolgt bei dieser Variante elektronisch. Unabhängig vom jeweiligen System werden aber stets Getriebemotoren verwendet, welche aufgrund der Untersetzung ein sehr großes Drehmoment besitzen.

Bedingt durch natürlichen Verschleiß, längeren Dauerbetrieb oder Schwergängigkeit des Wischergestänges, kann sich ein Austausch des Scheibenwischermotors erforderlich machen. Meist macht sich der bevorstehende Wechsel durch brummende Geräusche beim Wischen oder auch einen hakenden Wischvorgang bemerkbar. Wird ein Totalausfall des Wischersystems festgestellt, sollte zunächst einmal überprüft werden, ob die elektrische Sicherung noch intakt ist. Ein kurzer Blick in den Bestückungsplan der Sicherungsbox des Fahrzeuges genügt dafür und mit einem Sicherungsauszieher wird die Sicherung entnommen und überprüft. Brennt diese Sicherung häufig durch, so ist dies ebenfalls ein Indiz für den baldigen Ausfall des Wischermotors.

Die häufigste Ausfallursache ist ein schwergängiges Wischergestänge. Die Drehpunkte des Gestänges werden im Laufe der Jahre immer fester und unbeweglicher, was der Wischermotor durch erhöhte Stromaufnahme ausgleichen muss. Ab einem bestimmten Schweregrad fließt dann ein so hoher Strom, dass die Sicherung durchbrennt oder falls das System zu hoch abgesichert ist, der Motor selbst. Es lohnt sich also, von Zeit zu Zeit einmal die Beschaffenheit des Wischergestänges in Augenschein zu nehmen, spätestens dann, wenn sich erste Ausfallerscheinungen bemerkbar machen.

Das Wischergestänge befindet sich meist hinter der Stirnwandverkleidung im Motorraum oder in einigen seltenen Fällen auch hinter dem Armaturenbrett. Im letzteren Fall sollten die notwendigen Arbeiten durch eine Fachwerkstatt erfolgen, da diese das Spezialwerkzeug zum Ausbau des Armaturenbrettes besitzt. Im Normalfall aber ist der Zugang frei möglich, auch im Falle des Heckscheibenwischermotors, bei dem allerdings ebenfalls eine Verkleidung entfernt werden muss. Bei der Entfernung von Verkleidungen beim PKW ist auf besondere Vorsicht zu achten, da die Befestigungsclipse sehr schnell abbrechen!

Sollte der Motor ausgetauscht werden müssen, so ist es zunächst einmal sehr wichtig, den passenden Motor zu beschaffen; dies kann kostengünstig über eine Autoteileverwertung geschehen. Es ist aber auch möglich, anhand der Daten im Fahrzeugschein einen neuen Wischermotor über das Internet zu bestellen. Nachdem das Wischergestänge freigelegt ist, können die Drehpunkte für die Mechanik kontrolliert werden.

Sind diese schwergängig, muss unter Umständen das gesamte Gestänge erneuert werden, da der neue Motor sonst ebenfalls sehr schnell wieder defekt ist. Die Befestigung des Motors erfolgt durch Schrauben. Beim Wechsel ist darauf zu achten, wie das Wischergetriebe mit dem Gestängemechanismus verbunden ist. Das Einsetzen des neuen Motors muss behutsam erfolgen; die Aufnahme für die Welle ist zuvor gründlich zu säubern.

Hinsichtlich des elektrischen Anschlusses kann nichts falsch gemacht werden, da es nur einen Anschluss-Stecker für den Motor gibt. Bei Arbeiten am Wischergestänge ist stets mit Behutsamkeit vorzugehen, da dieses sich leicht verbiegen kann.




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