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Kinderautositz
Werdende Eltern müssen eine Entscheidung zumeist vor der tatsächlichen Niederkunft treffen: die Auswahl eines adäquaten Kinderautositzes. Erblickt der sehnlichst erwartete Nachwuchs nämlich in der Klinik das Licht der Welt, sollte schon für die Heimfahrt in die eigenen vier Wände eine entsprechende Transportmöglichkeit im Kraftfahrzeug vorhanden sein. Dies gebietet nicht nur die Rücksichtnahme auf die besonderen Sicherheitsbedürfnisse des neuen Erdenbürgers, sondern ist natürlich auch gesetzlich vorgeschrieben: Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren und einer Körpergröße bis 1,50 Meter dürfen nach §21 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung nur auf einem Normgeprüften Kindersitz mitfahren.
Grundsätzlich lassen sich drei Typen von Kindersitzen unterscheiden: so genannte Babyschalen für die Allerjüngsten, Kindersitze im eigentliche Sinne und schlichte Sitzerhöhungen. Letztere sind nur für ältere Kinder geeignet und gleichen lediglich die paar noch fehlenden Zentimeter in der Körpergröße aus. Schließlich muss der normale Sicherheitsgurt technisch vernünftig sitzen, soll der Kopf des Kindes durch die im PKW vorhandene Nackenstütze geschützt sein. Die Sitzerhöhung besteht zumeist aus hartem Styropor und ist relativ preisgünstig. Farbe und Form sollten vom Interieur des jeweiligen Pkws bestimmt sein.
Ein Muss für die ganz Kleinen sind so genannte Babyschalen. Diese gibt es in vielfältigen Ausführungen. Sie werden in der Regel auf dem Rücksitz hinter dem Beifahrer montiert. Einzige Ausnahme: Ist der Beifahrer-Airbag abgeschaltet, darf das Baby auch auf dem Beifahrersitz mitgenommen werden. Ein optimaler Aufprall ist nur gewährleistet, wenn die Babyschale rückwärtsgerichtet eingepasst ist. Aktuell beliebt sind Kinderwagen mit abnehmbarer Babyschale.
Mit einem Klick wird die Schale ausgelöst. Und mit einem Klick wird die Schale in der eigens im PKW installierten Haltevorrichtung arretiert. Der Kinderwagen kommt blitzschnell zusammengeklappt in den Kofferraum. Ein Tragebügel ermöglicht den leichten Transport der Babyschale. Manche Babyschalen verfügen sogar über zusätzliche Stützkissen, Gurtpolster und Sonnenhauben und sind auch als Babywippe tauglich. Ein Tipp: Trotz Normierung fallen Babyschalen häufig unterschiedlich groß aus.
Damit das Baby wirklich perfekt in der Schale liegt, empfiehlt es sich, vor dem Kauf genau Maß zu nehmen. Die eigentlichen Kindersitze, also Sitze mit Rückenstütze und eigenem Gurtsystem werden grundsätzlich nach Alter und Gewicht des Kindes differenziert. So gibt es Kinderautositze, die bis 18 Kilogramm Körpergewicht und einem Alter bis etwa vier Jahren geeignet sind. Und solche für bis zu Zwölfjährige mit einem Gewicht bis zu 36 Kilogramm. Aktuelle Modelle erlauben je nach Wunsch des Kindes ganz verschiedene Schlaf- und Sitzpositionen. Praktischer Tipp: Als Zubehör gleich den Getränkehalter mit erstehen. Das erspart mitunter eine aufwendige und kostspielige Polsterreinigung.
Auf jeden Fall gilt: Auf keinen Fall darf der Preis bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Und keinesfalls sollte ein Kinderautositz aus zweiter Hand erworben werden. Die von Automobilverbänden und Verbraucherschutzorganisationen alljährlich durchgeführten Tests zeigen nachdrücklich, dass nur qualitativ hochwertige Kindersitze ausreichenden Schutz gewährleisten. Wer sparen will, sollte eventuell ein Mitwachsendes Modell wählen.
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