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Benzin sparen
Benzin zu sparen ist heutzutage nicht nur eine Frage des Umweltbewusstseins,
denn bei den ständig steigenden Benzinpreisen kann man auch kräftig sparen, wenn
man ein paar Dinge beachtet:
Ökonomische Fahrweise
Insbesondere bei der Fahrweise lassen sich einige Liter Benzin sparen. Den Motor
auf keinen Fall warm laufen lassen. Beim Starten kein Gas geben. Möglichst
schnell hochschalten und mit niedriger Drehzahl fahren. Bei längerem Halten
empfiehlt es sich, den Motor abzustellen. Länger heißt bei neueren Autos 10
Sekunden und bei älteren 20 Sekunden. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, sollte
man anstatt zu bremsen, den Wagen ohne Gas zu geben im eingelegten Gang rollen
lassen - nicht im Leerlauf! Der Verbrauch beträgt dann dank der Schubabschaltung
moderner Autos = 0.
Geschwindigkeit
Schnelles Fahren ist teuer. Am günstigsten ist der Verbrauch bei einer
Geschwindigkeit von 70 bis 100 km/h, und zwar im höchsten Gang. Auf der Autobahn
steigt ab 90 bis 120 km/h der Verbrauch rapide. Schneller als 120 km/h zu fahren
rentiert sich nicht, es verbraucht nur wesentlich mehr Benzin, ca. 30 %. Dafür
ist man vielleicht 10 % schneller, wird aber garantiert beim nächsten Tankstopp
von den 120-km/h-Fahrern wieder überholt.
Vorausschauend fahren
Wenn möglich Abstand halten - z. B. bei Überlandfahrten. Muss der Vordermann
kräftig bremsen, hat man immer noch genug Zeit, langsam vom Gas zu gehen und den
Wagen rollen zu lassen. Jeder Tritt auf das Bremspedal kostet Benzin. Die
gleiche Situation stellt sich bei einer roten Ampel dar.
Eine Ausnahme ist der Stadtverkehr. Dort muss man unbedingt darauf achten,
andere Verkehrsteilnehmer nicht zu behindern. Grundsätzlich vermieden werden
sollte das so genannte Lückenspringen. Gas geben, bremsen, wieder Gas geben,
wieder bremsen und hin- und herspringen von einer Spur auf die andere. Das
kostet nur Nerven und Geld. Eine Zeitersparnis bringt es jedenfalls nicht -
weder auf der Autobahn, noch im Stadtverkehr.
Kurzstrecken vermeiden
Am meisten schlagen Kurzstrecken im Verbrauch zu Buche. Wenn das Auto kalt
gestartet wird, steigt der Verbrauch rasant nach oben. Es empfiehlt sich
wirklich zu überlegen, ob man für manche Fahrt den Wagen überhaupt aus der
Garage holt. Zu Fuß oder per Fahrrad kann man eine Menge sparen.
Nicht Vollgas fahren
Auf der Autobahn ist es deutlich sparsamer mit 110 Km/h zu fahren, anstatt mit
140 Km/h. Aus diesem Grund ist es wichtig darauf zu achten, dass man auf der
Autobahn 20 % unter der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs bleibt. Wer dem
Motor die maximale Leistung abverlangt, treibt auch den Verbrauch auf die
Spitze. Achten Sie dabei auch möglichst auf eine konstante Geschwindigkeit. Wer
eine halbe Stunde 100 Km/h fährt und eine halbe Stunde 160 Km/h, legt 130
Kilometer zurück, verbraucht aber im Schnitt mehr als ein Autofahrer, der eine
Stunde lang 130 Km/h einhält.
Richtig Bergauf / Bergab fahren
Bergauf ist es spritsparender mit viel Gas in einem hohen Gang zu fahren, als
mit weniger Gas in einem niedrigen Gang. Zudem sollte man Bergauf im Stand die
Handbremse anziehen. Löst man diese anschließend beim Einkuppeln wieder, rollt
das Auto nicht zurück. Somit lässt es sich schneller einkuppeln und Sprit sparen
Bergab wird die Kuppelphase kürzer, wenn die Bremsen schon vor dem Anfahren
gelöst wurden und das Auto so beim Einkuppeln schon rollt.
Leerlauf vermeiden
Vermeiden Sie wann immer es geht den Leerlauf des Motors. Dies kann z.B. im
Winter erreicht werden, indem man zuerst die Scheiben kratzt und dann den Wagen
anmacht, anstatt dies bereits vorher zu tun. In diesem Zusammenhang sollten Sie
auch Kaltstarts so oft wie möglich vermeiden. Bis der Motor auf
Betriebstemperatur ist, wird überdurchschnittlich viel Sprit verbraucht.
Untertourig fahren
Fahren Sie so oft es geht untertourig. Eine untertourige Fahrweise spart
besonders Innerorts viel Benzin. Fahren Sie deshalb dort besser in einem hohen
Gang. Die Benzinersparnis kann bis zu 2 Liter pro 100 Kilometer betragen.
Mit viel Gas beschleunigen
Wenn Sie mit viel Gas beschleunigen, ist die Drosselklappe des Fahrzeugs weit
geöffnet, was dazu führt, dass der Motor frei und sparsam atmen kann. Achten Sie
zudem darauf möglichst früh hochzuschalten. Wer schon unterhalb von 2000 U/min
den höheren Gang einlegt und anschließend kräftig ins Gaspedal drückt, spart
viel Benzin. Wer im Umkehrschluss den Motor mit wenig Gas auf hohe Touren
bringt, verbraucht viel Benzin.
Bei längeren Stopps den Motor ausschalten
Bei längeren Stopps sollten Sie grundsätzlich den Motor abstellen. Bereits eine
Stunde Leerlauf verbraucht rund einen Liter Benzin. Selbst bei kürzeren Stopps
senkt das Abschalten des Motors den Benzinverbrauch.
Motor im Stand nicht warmlaufen lassen
Selbst im Winter sollten Sie den Motor nicht warmlaufen lassen. Im Leerlauf
kommt der Motor nur sehr langsam auf Betriebstemperatur und verbraucht zugleich
viel Benzin. Unter Last wird der Motor schneller warm. Besser ist es deshalb
zuerst die Scheiben freizukratzen und dann den Motor zu starten.
Maßnahmen am Auto:
Durch ein paar einfache Maßnahmen am Auto selber kann auch eine Menge Benzin
gespart werden.
Unnötiger Ballast
Unnötiger Ballast z. B. unbenutzte Gepäckträger oder sonstige Gegenstände, die
im Kofferraum aufbewahrt werden, sollten entfernt werden. Der besagte
Gepäckträger kann bis zu 1,5 l Benzin auf 100 km höheren Verbrauch bedeuten.
Den Luftdruck überprüfen
Tipp: Den Druck nur mit kalten Reifen überprüfen. Zu wenig Druck in den Reifen
kann durch Erhöhung des Rollwiderstandes 6 % mehr Spritverbrauch ausmachen. Ein
halbes Bar reicht hier schon aus. Sehr wichtig sind auch regelmäßige Ölwechsel.
Klimaanlage
Die Klimaanlage verbraucht sehr viel Benzin. Bei langsamer Fahrt ist es besser,
ein Fenster leicht zu öffnen und die Klimaanlage auszuschalten.
Richtig Tanken
Getankt werden kann auch bei der billigsten Tankstelle. Qualitätsunterschiede
sind laut Stiftung Warentest nicht zu erwarten. Rechtzeitiger Ölwechsel wirkt
sich auch auf den Verbrauch aus.
Tanken Sie – wenn möglich - gezielt nur an jenen Tankstellen, die Ihnen aufgrund
ihrer niedrigen Benzinpreise aufgefallen sind. Auch der Wochentag ist
entscheidend für die Benzinpreise. Somit ist es günstiger innerhalb der Woche zu
tanken, anstatt am Wochenende.
Fahrgemeinschaften nutzen
Es muss nicht immer das eigene Auto zum Zurücklegen einer Strecke genutzt
werden. Fahrgemeinschaften sind deshalb insbesondere für die Fahrt zum
Arbeitsplatz sinnvoll.
Noch ein Tipp:
Nicht dann losfahren, wenn am meisten Verkehr ist. Durch überlegtes Handeln
lässt sich häufig schon von vornherein Stress vermeiden und Geld sparen.
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