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Felgen lackieren




Sowohl Stahlfelgen als auch Alufelgen können auch vom geübten Laien durch Lackieren optisch aufgewertet werden, während eine Pulverbeschichtung oder Kunststoffbeschichtung dem Fachmann vorbehalten ist. Auch unansehnlich gewordene Felgen mit Kratzern und Steinschlägen können nach einer Lackierung wieder aussehen wie neu. Ob das Ergebnis allerdings wirklich überzeugt, hängt in erster Linie von einer gründlichen Vorbereitung und sauberen Arbeit ab.

Bei der Wahl der Füller, Grundierungen und des Lacks sollte man auf die üblichen Farbsprays aus dem Zubehörhandel verzichten. Diese verfügen über keine ausreichende Stossfestigkeit und blättern ab. Außerdem ist zu bedenken, dass Bremsscheiben Hitze an die Felgen abgeben, die sich dann besonders in der Nähe der Nabe erhitzen. Alle Komponenten müssen daher hitzebeständig sein und sich natürlich auch untereinander vertragen. Ein professionelles Ergebnis wird man nur mit speziellen Einbrennlacken erreichen, die bis etwa 130° C temperaturbeständig sind.

Zunächst sind die Felgen mit einem Felgenreiniger gründlich zu reinigen, mit dem Einsatz von Bürste und Schwamm darf hier nicht gespart werden. Selbst kleinste Durchbrüche zwischen den Speichen sind bis ins letzte Eck von Schmutz, Teer und eingebackenem Bremsstaub zu säubern.

Dann ist die seitens des Herstellers aufgebrachte Schutzschicht vollständig zu entfernen. Dazu wird von Hand mit zunehmend feineren Schleifpapieren gearbeitet, angefangen mit der Körnung 180 bis hin zur Körnung 400 und dann nass weiter bis zur Körnung 800 mit einem Schleifvlies. Noch einfacher geht es, wenn die Möglichkeit besteht, die Felgen Sandzustrahlen. Dabei werden auch Roststellen gründlich entfernt.

Nun sind Schäden und Kratzer auszuschleifen, hier tut ein Dremel gute Dienste. Von Bordsteinkanten rührende Dellen an den Felgenrändern können vorsichtig ausgedengelt werden.

Danach sind Fehlstellen mit Füllern auf Epoxydharzbasis auszugleichen. Bei Alufelgen kann auch Aluminiumspachtel zur Anwendung kommen. Bei tieferen Schäden in mehreren Schichten arbeiten und immer wieder schleifen. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erreichen, werden die betreffenden Stellen zwischendurch mit mattschwarzem Kontrollschwarz besprüht und dann geschliffen. Dadurch werden noch verbleibende Fehlstellen als schwarze Flecken deutlich sichtbar und können nochmals überarbeitet werden.

Vor dem eigentlichen Lackieren ist der Arbeitsplatz gründlich zu säubern und staubfrei zu machen, denn jedes noch so kleine Staubkörnchen nistet sich garantiert auf der Felgenoberfläche ein und ist nach der Lackierung als hässliche Unregelmäßigkeit zu sehen! Die Entstaubung wird am besten durch Abspritzen von Wänden und Boden mit viel Wasser erreicht.

Besonders wenn es sich um Alufelgen handelt, empfiehlt sich dann die Grundierung mit einer Epoxydharzgrundierung, damit der Lack auch gut haftet. Die eigentliche Lackierung erfolgt dann am besten nass-in-nass: noch bevor die Grundierung trocken ist, also nach etwa einer Stunde, die Lackierung in mehreren dünnen Schichten aufsprühen und gleich im Anschluss noch mehrere Schichten Klarlack als Schutzschicht aufsprühen.

Als letzter Arbeitsschritt sollten die Felgen im Anschluss eine Stunde lang auf etwa 80° C erwärmt werden, damit der Lack besser aushärtet.




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