|
Autowebsite » Autoreifen » Einpresstiefe
Einpresstiefe
Die Einpresstiefe ist Bestandteil der Spezifikation einer Felge für das Auto. Meist wird diese Angabe mit ET abgekürzt. Von entscheidender Bedeutung wird die Einpresstiefe, wenn es um einen Räderwechsel geht. Das Auto kommt von Werk mit korrekten Felgen, die Einpresstiefen der Serienfelgen sind zu dem im Fahrzeugschein abgedruckt. Sucht man jedoch beispielsweise nach Winterkompletträdern, die nicht direkt vom Fahrzeughersteller kommen, so muss man die entsprechenden Felgenangaben berücksichtigen. Auch beim Umrüsten auf größere Alufelgen ist die ET mit entscheidend.
Die meisten Fahrzeuge haben serienmäßige Felgen mit einer Einpresstiefe von 30 – 60. Man könnte meinen, dass eine ET von 30 tiefer im Radhaus steht als eine ET mit 60. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Eine Felge mit beispielsweise ET 30 steht weiter ab von der Radnabe, als eine Felge mit ET 60. Das bedeutet aber auch, dass der Reifen näher an den Kotflügel kommt und unter Umständen auch mit diesem Kontakt aufnimmt. Bei der Umrüstung auf größere Alufelge ist eine geringe Einpresstiefe für den Tuner genauso wichtig, wie die eigentliche Größe der Felge. Ein weit raus stehendes Rad sieht sportlicher aus und macht das Fahrzeug breiter. Des Weiteren ist ein bündiger Abschluss des Reifens mit der Kotflügelkante ein wichtiges Indiz für ein optisch ansprechendes Tuning.
Bei Zubehörfelgen wird, seriöse und namhafte Modelle vorausgesetzt, immer ein Teilegutachten oder in Einzelfällen auch eine ABE mit geliefert. In diesen Dokumenten stehen die entsprechenden Daten der Felge, die auch schließlich bei der Eintragung beim Tüv als Referenz genommen werden. Ist die Einpresstiefe so gering, dass Nacharbeiten erforderlich werden, so sind diese ebenfalls als Hinweise zu berücksichtigen.
Im Teilegutachten steht detailliert was gemacht werden muss, damit keine technischen Bedenken für die Verwendung bestehen. Ob die notwendigen Änderungen am Fahrzeug, also beispielsweise das Aufweiten der Kotflügel, ausgeführt wurde, prüft der Tüv oder ein anerkannter Sachverständiger akribisch.
Wer seine serienmäßigen Felgen behalten möchte oder die Nachrüstfelgen noch
weiter herausstehen haben möchte, kann auf so genannte Spurplatten ausweichen.
Diese Scheiben verringern ebenfalls die Einpresstiefe, denn sie funktionieren
wie Unterleg- bzw. Distanzscheiben. Die Montage ist denkbar einfach, denn die
Platten werden nach Abnahme des Rades einfach auf die vorhandene Radnabe
gesteckt. Einige Modelle mit sehr großer Distanz, müssen gar verschraubt werden.
Allerdings sollte man bei der Verbreiterung mit Distanzscheiben und auch
Felgen nicht übertreiben. Eine zu kleine Einpresstiefe kann das Fahrverhalten
negativ beeinflussen und so zum Sicherheitsrisiko werden. Zusätzlich erhöht sich
die Verschleißanfälligkeit der Radlager durch den höheren Druck, schließlich
steigt der Hebelarm. Auch der Tüv wird bei zu großer Achsverbreiterung skeptisch
und wird einen Eintragungsversuch mit Sicherheit abbrechen.
Sollte man Zweifel haben beim Kauf von Felgen für das Fahrzeug jeglicher Art, ist eine Kontaktierung eines örtlichen Reifenhändlers sinnvoll. Auch eine falsche Einpresstiefe führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis, welches im Zusammenhang mit einem Unfall zum Verlust des Versicherungsschutzes führt.
Diese Seite empfehlen
| Diese Seite verlinken
Beliebte Artikel:
Radzierblenden für Radkappen Felgen lackieren Reifen aufziehen Kosten Bordsteinschäden reparieren
Sie können mehr automobiles Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns auf Ihren Beitrag:
Leser-Kommentare (0)
|