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Bordsteinschäden reparieren
Bordsteinkanten sind meistens keine besondere Augenweide und so mancher
Autofahrer respektive sein Fahrzeug hat schon teuere Bekanntschaft damit
gemacht. Nicht nur, dass sie oftmals ganz überraschend zum Beispiel nach einer
Kurve oder bei der Einfahrt in unbeleuchtete Straßen auftauchen, sie weichen
auch nicht aus und sind dabei deutlich härter als das Fahrgestell des Autos. Wer
Bordsteinschäden reparieren lassen möchte oder gar muss, macht dann in der Regel
die Erfahrung, dass es manchmal doch sinnvoll ist, sein Fahrzeug nicht ganz so
schwungvoll auf einer unbekannten Strecke zu bewegen oder den persönlichen
Ehrgeiz fürs perfekt geparkte Auto zu unterdrücken und besser nicht so elegant,
aber dafür ohne Fahrzeugblessuren mit etwas mehr Abstand zum Bordstein zu
parken.
Hat der Fahrer den Schreck über das äußerst unangenehme Geräusch beim Parken
oder den plötzlichen Schlag während der Fahrt, wenn der Bordstein touchiert
wird, überwunden, sollte er auf jeden Fall sein Reifen und Felgen genau
untersuchen – und zwar unmittelbar nach der Berührung und nochmals einige Monate
später. Die sicherheitstechnischen Folgen von Bordsteinschäden werden häufig
unterschätzt, je nach Fahrzeugtyp und Intensität der Kollision kann sich neben
den sichtbaren und unsichtbaren Schäden an Bereifung und Felgen auch die Spur
verziehen oder das Lenkgestänge Schaden nehmen, da heute in vielen der modernen
Fahrzeuge zur Gewichtsersparnis Aluminium statt, wie bei älteren Modellen, Stahl
verwendet wird.
Ob ein Bordsteinschaden repariert werden muss, hängt bei Reifen davon ab, wie
stark die Seitenwand beschädigt ist. Bei leichten „Kratzern“ ist es nicht
unbedingt zwingend notwendig aktiv zu werden, ist allerdings ein tiefer
Einschnitt, eventuell sogar bis zur Karkasse (Unterbau), vorhanden, besteht
keine andere Möglichkeit als das Rad auf jeden Fall zu tauschen, da sich
ansonsten der Riss während der Fahrt so vertiefen kann, dass sich Lauffläche
ablöst. Kratzspuren an den Felgen sind ärgerlich, aber in der Regel nicht
unbedingt ein Sicherheitsrisiko. War die Kollision allerdings stärker, sind auch
die Risiken einer defekten Felge nicht zu unterschätzen – ein Felgenbruch bei
hoher Geschwindigkeit stellt eine nicht kalkulierbare Gefahr dar.
Ein Problem ist in diesem Fall, dass Mikrorisse in der Felgenstruktur nur durch
eine Laser- oder Röntgenuntersuchung festgestellt werden können, sind
offensichtliche Schäden vorhanden, ist der einzige sichere Weg der Austausch
gegen eine neue Felge. Wer sich hier unsicher ist, sollte am besten seine
Kfz-Werkstatt aufsuchen und sich beraten lassen. Wurde bei der
Bordsteinberührung die Spur verzogen (bei den modernen Fahrwerken geht das sehr
schnell und ist oft kaum merkbar), ist dies an der ungleichen Abnutzung der
Reifen erkenntlich, leider aber erst nach einem längeren Zeitraum. Stärkere
Beschädigungen am Fahrwerk oder Schäden am Lenkgestänge verändern auch das
Fahrverhalten, sodass hier kaum Zweifel über die Notwendigkeit einer Reparatur
aufkommen können.
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