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Autowebsite » Autopflege / Reinigung » Rostumwandler

Rostumwandler




Rost ist der ewige Feind des Autofahrers und entsteht durch Oxidation, wenn ungenügend geschützte Metallteile Wind und Wetter ausgesetzt sind. Nach einem harten Winter kann der Autobesitzer eine böse Überraschung erleben und vor der Frage stehen, wie er Roststellen dauerhaft entfernt. Die Lösung des Problems besteht aus einer Mischung von manueller Arbeit und chemischer Keule, nur wenn beide Komponenten gründlich angewendet wurden, kann auf eine dauerhafte Beseitigung des Rostes gehofft werden.

Nachdem loser Rost mit einer Bürste und eventuell Schleifpapier vollständig entfernt wurde, muss der festsitzende Rost durch Anwendung chemischer Mittel schadlos gemacht werden. Hier bieten sich Rostumwandler an. Durch die Anwendung dieser Rostumwandler soll das braune Eisenoxid auf chemischem Wege in eine stabile Eisenverbindung umgewandelt werden und dabei gleichzeitig seine Porosität verlieren, damit Feuchtigkeit keine Angriffspunkte mehr findet und der Verrostungsprozess gestoppt wird.

Auch wenn manche Hersteller wahre Wunder versprechen, kann kein noch so guter Rostumwandler den Rost wieder in Metall zurück verwandeln. Nach der Anwendung bleibt eine aus Eisenphosphat bestehende dunkelgraue Stelle zurück, die stabil und überlackierbar ist. Entstanden ist diese Phosphatierung oder Chlorierung durch den wirksamen Bestandteil der Rostumwandler, der bei den meisten Produkten aus Phosphorsäure besteht. Einige Hersteller verwenden alternativ auch Chlorverbindungen oder Tannine, um eine ähnliche Wirkung zu erzielen. Weitere chemische Zusätze sollen die chemische Reaktion beschleunigen. Die Preise für handelsübliche Gebindegrößen reichen von 4,00 € bis zu etwa 20,00 €.

Vor dem Einsatz von Rostumwandlern ist gründlich zu entfetten. Dann ist darauf zu achten, dass der Rostumwandler so lange wie möglich einwirken kann, im Idealfall etwa 48 Stunden. Während dieser Zeit darf der Rostumwandler nicht eintrocknen, da er sonst keine Wirkung mehr erzielt. Die behandelte Stelle muss also entweder durch eine Folie abgedeckt werden, um ein Verdunsten zu vermeiden, oder es muss immer wieder Rostumwandler neu aufgetragen werden. Wird dies verabsäumt, dann bildet sich zwar die erwähnte dunkelgraue Schicht an der Oberfläche, aber darunter frisst der Rost munter weiter! Ein einfaches Abspülen, wie die Hersteller propagieren, genügt keineswegs! Es muss vielmehr auf mechanischem Wege, etwa durch Abkratzen, sichergestellt werden, dass der Rost auch bis aufs blanke Blech umgewandelt ist.

Das erwähnte Abspülen dient nur dazu, den wasserlöslichen Oberflächenfilm, der sich durch die Anwendung des Rostumwandlers gebildet hat, zu entfernen, da dieser die Haftung der Grundierung und Lackierung erschwert. Manche Hersteller bieten auch ein Kombiprodukt an, das aus einer Kombination von Rostumwandler und Epoxydharzgrundierung besteht. Vorsicht ist hingegen bei Produkten angebracht, die von "metallorganischen" Eisenverbindungen sprechen: es gibt keine organischen Metalle!

Zu beachten ist noch, dass die Anwendung von Rostumwandler in unzugänglichen Hohlräumen am Auto nicht angezeigt ist, da dieser nach dem Eintrocknen dort nicht mehr entfernt werden kann. In diesem Fall reagiert aber die Phosphorsäure mit der Luft und führt zu neuerlichem Rostbefall.




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