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Polsterreinigung im Auto
Bei der Wahl des richtigen Verfahrens zur Polsterreinigung kommt es zunächst
auf die zu behandelnden Polster und Flecken an. Starke Verschmutzungen entstehen
häufig im Fahrzeug. Die Polsterreinigung im Auto kann einerseits mittels eine
Sprühextraktionsgerätes erfolgen. Sie kann aber auch relativ einfach von Hand
vorgenommen werden, wodurch sich erstaunliche Resultate erzielen lassen.
Zunächst werden alle Flächen mit einem Staubsauger vom gröbsten und losen
Schmutz befreit, so dass sich keine Krümel oder Staubflusen auf den Polstern
befinden. Dann werden in einem haushaltsüblichen Eimer etwa 20 Gramm
Feinwaschmittel mit 10 Litern Wasser (Wassertemperatur zirka 50 bis 60 Grad
Celsius) gut aufgelöst. Mit einem Handtuch aus Frottee oder mit einem
Reinigungstuch aus Mikrofaser werden nun die Polster mit dieser Waschlauge
kräftig eingerieben. Gut eignet sich hierfür auch ein Waschhandschuh aus
Mikrofaser, da sich die Polster hiermit gründlicher einreiben lassen. Die
Polsterungen können hierbei ruhig durchnässt werden, das macht nichts aus.
Vorsicht ist natürlich an jenen Stellen geboten, wo sich elektronische Einbauten
befinden (bitte die Herstellerinformationen beachten). Die aufgetragene
Waschlauge sollte nun zirka 10 Minuten einwirken. Hierdurch löst sich bereits
der Schmutz in der Polsterung. Im Anschluss an diese Einwirkzeit wird mit
sauberen und trockenen Frotteetüchern der Schmutz aus den Postern heraus
gerieben. Noch besser ist es, die Schmutzpartikel heraus zu tupfen. Dabei
einfach die Tücher mit kleinen Kreisbewegungen und mit sanftem Druck auf die
Polster tupfen. Bei diesem Reinigungsschritt werden zum einen die
Schmutzpartikel aus dem Stoff entfernt und zum anderen die Feuchtigkeit aus der
Polsterung heraus gedrückt. Stück für Stück werden somit alle Polsterteile
behandelt. Das Resultat ist verblüffend, denn wenn man sich die Frotteetücher
anschaut, wird man schnell feststellen, wie viel Schmutz man aus den Polstern
entfernt hat.
Wer möchte, kann nach dieser Grundreinigung noch für etwas Farbauffrischung
sorgen. Dafür wird eine neue Waschlauge hergestellt. Auf etwa einen Liter Wasser
kommt hier als altes Haumittel einfach ein Schuss Essig. Nun einen Lappen mit
dieser Lösung tränken und ein letztes Mal über die Fahrzeugpolster fahren.
Wichtig ist die ausreichende Lüftung und Trocknung nach dieser Reinigung. Ein
bis zwei Tage sollte der Wagen dafür in einer trockenen und warmen Garage
stehen. Oder einfach in der Sonne parken. Fenster geöffnet lassen, damit die
Feuchtigkeit gut entweichen kann, ansonsten droht Schimmelbildung. Diese Art der
Reinigung von Polstern ist äußerst preiswert und sorgt dennoch für das Gefühl,
auf fabrikneuen Autopolstern zu sitzen.
Ähnlich ist bei der Reinigung von Polstern an Sofas oder Sesseln vorzugehen.
Hier empfiehlt es sich allerdings, auf destilliertes Wasser zurück zu greifen,
da sonst eventuell hässliche Ränder beim Trocknen entstehen könnten.
Dampfreiniger sind eher nicht von Vorteil, da viele Stoffe und Sofabezüge sehr
farbempfindlich sind. Auch hier mit einem sauberen weichen Tuch ganz vorsichtig
die Polster abtupfen, niemals reiben, sonst wird der Stoff in seiner Oberfläche
beschädigt.
Zur Behandlung von hartnäckigen Flecken stehen im Handel verschiedene
Fleckentferner zur Verfügung. Bei Flecken ist es vor allem wichtig, relativ
zeitnah an die Behandlung zu gehen, denn alte Flecken lassen sich viel
schlechter entfernen. Oft können auch Fleckentferner verwendet werden, die
eigentlich für die Teppichpflege angeboten werden. Lieber erst sanft anfangen
und gegebenenfalls den Vorgang mehrfach wiederholen. Die Schlussbehandlung mit
Essig sollte bei Sofas besser entfallen.
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