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Poliermaschinen
Auch das sauberste Auto macht erst mit schön glänzendem Lack guten Eindruck. Doch ist das Polieren von Hand eine langwierige und anstrengende Arbeit. Abhilfe schafft eine Poliermaschine, mit der besonders flächige Karosserieteile schneller und gleichmäßiger poliert werden können, als dies von Hand möglich wäre.
Verschiedene Hersteller bieten Poliermaschinen an, die es im Prinzip in zwei Ausführungen gibt. Die Preise differieren von unter 10,00 € bis zu etwa 400,00 €. Die günstigeren Modelle sind leichtere runde Poliermaschinen mit meist zwei Griffen für einen sicheren Halt, ähnlich wie Exzenterschleifer zur Holzbearbeitung. Bei den teueren Ausführungen handelt es sich um Flexgeräte. Für beide Ausführungen gibt es Modelle, die mit Luftdruck oder mit Akkus arbeiten.
Bei Exzentermodellen sitzt ein Polierteller von bis zu 25 cm Durchmesser direkt am unteren Ende der Maschine. Er wird mit einer Polierhaube aus Frottee, Synthetik oder Lammfell überzogen und sorgt durch eine hohe Drehzahl von bis über 3000 U/min für gleichmäßige Schwingungen. Hierfür sind relativ schwache Motorleistungen von etwa 100 W zwar im Prinzip ausreichend. Da die Motoren bei Belastung dann aber stets am Leistungslimit arbeiten, ist hier eine kurze Lebensdauer vorprogrammiert.
Mit zwei unterschiedlichen Überzügen kann zuerst das Wachs aufgetragen und dann im zweiten Arbeitsgang mit einer anderen Haube poliert werden. Der Polierteller rutscht über den Lack und homogenisiert die Polierwachsschicht zu einer gleichmäßigen, extrem dünnen und glänzenden Schutzschicht. Solche Geräte haben beim Vorteil einer einfachen Handhabung den Nachteil eines überdimensionierten Poliertellers: da durch den zum Polieren notwendigen Druck Wärme entsteht, kann sich der Lack so stark erhitzen, dass Lackschäden die Folge sein können.
Etwas anspruchsvoller in der Handhabung sind die Flexpoliermaschinen. Hier sitzt der Polierteller am vorderen Ende des Gerätes und hat meist einen Durchmesser von höchstens 20 cm. Diese Geräte haben meist eine wesentlich höhere Leistung von bis zu etwa 1400 W und erlauben eine Einstellung der Drehzahl von 500 bis 3000 U/min, um sich der jeweiligen Arbeitsanforderung anzupassen.
Folgende Punkte sollten beachtet werden:
- die Motordrehzahl sollte elektronisch regelbar sein, denn wenn eine Poliermaschine beim Wachsauftrag ruckartig mit hoher Geschwindigkeit anläuft, verteilt sich das Polierwachs überall, nur nicht auf dem Lack!
- der Feststellknopf sollte einfach zu bedienen sein: da die Poliermaschine mit beiden Händen geführt werden muss, steht keine dritte Hand zum Festhalten des Einschaltknopfes bereit
- ein genügend langes Netzkabel verleiht Bewegungsfreiheit und verhindert dass Stecker Lackschäden am Auto verursachen. Vier Meter Länge wären ideal
- das Gerät sollte nicht zu schwer sein, da sonst zuviel Kraft zur Führung notwendig ist
- die Geräuschentwicklung sollte so gering wie möglich sein
- der Autobesitzer sollte wissen, dass Poliermaschinen bei häufiger Anwendung den Lack immer dünner werden und schließlich sogar die Grundierung durchschimmern lassen. Eine gewisse Vorsicht ist also speziell an Ecken und Kanten angebracht.
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