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Auto Waschanlagen
Bei Waschanlagen muss grundsätzlich einmal zwischen Waschstrassen und
Portalanlagen unterschieden werden.
Eine Portalanlage ist eine Anlage, in die das Auto hinein gefahren wird und man
dann aussteigt. Durch überfahrende Bögen mit den verschiedensten
Waschmaterialien wird das Auto dann gewaschen. In der Regel gibt es hierbei
keine manuelle Vorreinigung, aber oft gibt es spezielle Programme, wie die
Hochdruckvorwäsche, die dies übernehmen.
Hierbei fährt das Portal im ersten Schritt über den Wagen und sprüht einen
Schmutzlöser auf. Dieser wird beim Zurückfahren mit Hochdruckwasserstrahlen
abgedampft. Nach einer solchen Vorwäsche fährt der Bogen mit zwei Seitenwalze
und der Dachwalze los. Moderne Portalanlagen haben auch Gelenkbürsten, die sich
während der Wäsche den Konturen des Autos anpassen. So kann auch an schwierigen
Stellen ein gutes Waschergebnis erzielt werden.
Nach der Wäsche im Vorwärtsgang wird ein Shampoo beigemischt und im
Rückwärtsgang ein Mittel zum leichten Wasserablauf. Wenn man es wünscht, wird
dann das Wachs aufgetragen. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Wachs, von
relativ minderwertigen Heißwachs bis hin zu Schaumwachsen.
Diese schützen den Wagen und verleihen ihm einen sehr guten Glanz. Mit einem
normalen Heißwachs wird das Auto nur überspült, während ein qualitativ
hochwertiges Wachs in einem Einmassierwaschgang auf den Lack aufgebracht wird.
Im weiteren Verlauf kommt dann die Trocknung mit einem weiteren Bogen. Diese
Trocknung lässt in einer Portalanlage meistens zu wünschen übrig. Bei einer
Unterbodenwäsche sprühen Hochdruckdüsen von unten gegen das Auto, um den Schmutz
und besonders das Streusalz zu entfernen.
Wer in einer Portalanlage sein Auto reinigt, sollte zusätzlich immer einen
Felgenreiniger, Insektenreiniger und einen sauberen weichen Lappen dabei haben.
Gerade im Sommer schaffen diese Anlagen die zahlreichen Insekten nicht von
alleine, sodass man hier vor der Wäsche etwas nachhelfen muss. Der Lappen ist
für die Resttrocknung nach der Wäsche und zum Nachwischen für Türeinstiege.
Die Bürsten von Portalanlagen sind aufgespleisst, um möglichst schonend zu
reinigen. Jedoch gelingt dies auch in vorbildlich gepflegten Bürstenanlagen
nicht. Es entsteht ein Abrieb der Brüsten auf dem Lack oder der Versiegelung.
Der Abrieb geht dann nur mit einer neuen Politur wieder weg. Andere
Portalanlagen haben textilnahes Waschmaterial, wie beispielsweise das SOFTTECS
von Washtec. Es besteht aus aufgeschäumten Polyurethan und ist daher sehr weich
und hat eine glatte Oberfläche, an der jedoch der Schmutz nicht haftet.
Andererseits entstehen so kaum Kratzer und da moderne Portalanlagen mit extrem
viel Wasser arbeiten, wird das Auto auch sauber.
Am besten geeignet ist textiles Waschmaterial, welches aus kleinen gewebten
dünnen Strängen Polyurethan besteht. Dieses Material hat eine richtige Struktur
und der Lack glänzt nach der Wäsche richtig schön. Jedoch kann sich zwischen den
Fädchen Dreck absetzten und auf dem Lack reiben.
Dies bedeutet, dass man bei Portalanlagen ein wirklich gutes Reinigungsergebnis
bekommt, wenn die Anlagen gut gewartet werden, nicht zu alt sind und die
Textilstreifen nicht dreckig sind. Daher ist zu empfehlen, vorher grundsätzlich
eine Vorwäsche durchzuführen, da so der grobe Dreck schon mal runtergewaschen
wird.
Bei einer Waschstrasse wird das Auto vor dem ersten Bogen in ein Schienensystem
gefahren und dann an den unterschiedlichen Wasch- und Pflegestationen
vorbeigefahren. Generell haben Waschstraßen den entscheidenden Vorteil, dass sie
eine Vorwäsche haben. Hierbei wird das Auto manuell angedampft, die Felgen
gereinigt und mit einer weichen Bürste an den Stellen vorgereinigt, an die die
Waschwalzen schlecht heran kommen. So sind Waschstrassen generell den
Portalanlagen vorzuziehen.
Eine gute Waschstrasse besteht aus einem Vorsprühbogen, der manuellen Vorwäsche,
einem Sprühbogen mit Schmutzlöser, einer ersten Reinigung mit Seiten- und
Dachwalze, einer zweiten Reinigung mit Seiten- und Dachwalze mit klarem Wasser
und einer dritten Reinigung der Seite mit einer Halbwalze. Dann folgt ein
Wachssprühbogen und evtl. noch ein Wachseinmassierbogen, dann ein
Klarsprühbogen, ein Wasservorhang ohne Druck, eine Seitentrocknung mit Luft,
eine Ganzautotrocknung mit Luft und zuletzt eine Nachtrocknung mit
Softhängetextil.
Waschstrassen haben meist ein textilnahes Waschmaterial, da sich aufgrund der
gründlichen Vorwäsche, kein Schmutz im Gewebe verfangen kann.
Das derzeit beste Waschmaterial nennt sich "Teddytex" und ist sehr gründlich und
schonend. Die Oberfläche ist Lammfell nachempfunden und ist jedoch noch nicht
sehr weit verbreitet, da die Anschaffung sehr hoch im Preis liegt.
Somit haben gut gewartete Waschstrassen immer wesentliche Vorteile gegenüber den
Portalanlagen. Sehr stark verschmutzte Fahrzeuge werden in einer Waschstrasse
aufgrund der manuellen Vorwäsche auch immer sauberer als es in einer
Portalanlage möglich ist. Für nicht so schmutzige Autos sind Portalanlagen
jedoch eine gute Alternative, sofern sie keine Bürsten haben und man die
Vorwäsche selbst macht.
Grundsätzlich ist die Qualität einer Maschinenwäsche immer erheblich vom Zustand
und der Wartung der Anlage abhängig.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch zu wissen, das die meisten Waschanlagen
auf heutige Durchschnittsautos programmiert sind. Für Fahrzeuge, die von dieser
Norm abweichen, stellt dies ein erhebliches Problem dar. Die Radwaschbürsten
setzen hierbei oft erst kurz hinter den Türen an und hinterlassen dort
kreisrunde Schmirgelspuren im Lack.
Eine Alternative sind hierbei die berührungslosen Waschanlage, die nur mit
Wasserdruck arbeiten. Jedoch sind diese in Deutschland noch nicht vorhanden und
sind bisher nur in Skandinavien weit verbreitet. Bisher wurden diese
Waschanlagen von den deutschen Umweltbehörden noch nicht freigegeben, da
bestimmte Trocknungszusätze verwendet werden, die in Deutschland nicht
zugelassen sind.
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