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Auto Lacke
Wenn jemand über Auto-Lacke redet, wird dabei zumeist die Farbe thematisiert,
bzw. ob es sich um eine Metallic-Lackierung handelt oder nicht.
Wer sich jedoch
tiefer mit der Materie der Autolacke beschäftigt erkennt schnell, dass die
Zusammensetzung bzw. die physikalischen Eigenschaften der Autolacke sehr
unterschiedlich sein können. Wir möchten deshalb an dieser Stelle erläutern,
welche Arten von Lacken es gibt, welche Eigenschaften diese besitzen und wie
diese zusammengesetzt sind.
Acryllack
Aryllacke basierten auf der Grundlage von Acrylharzen. Verwendet werden diese
vollynthetischen Harze als 2-Komponenten-Lacke und als thermoplastische
Aryllacke. Das wohl bekannteste Kunstharz ist das Plexiglas.
Besonders gerne
wird diese Lackart in den USA verwendet, wobei diese in Deutschland eher weniger
Anklang findet. Vorteile der Acryllacke sind vor allem die Beständigkeit gegen
Witterungseinflüsse sowie die Tatsache, dass sich diese Lacke besonders einfach
polieren lassen. Besonders der letzte Punkt hat allerdings die Schattenseite,
dass bei vernachlässigter Pflege schnell eine matte Optik des Lackes zustande
kommt.
Nitrolack
Die volle Bezeichnung für Nitrolack lautet "Nitrozelluloselack". Im heutigen
Automobilbau finden diese Lacke keine Verwendung mehr, weil diese früher mit
großem Zeit- und Kraftaufwand auf Hochglanz poliert werden mussten.
PUR-Lack
Bei PUR-Lacken handelt es sich um 2-Kompetenten-Lacke, welche durch die Zugabe
eines Härters eine sehr gute Aushärtung erzielen und somit ideal für höhere
Beanspruchungen geeignet sind. Besonders oft genutzt wird diese Lackart deshalb
bei Flugzeugen. Problematisch ist der sehr hohe Preise.
Klarlack
Beim Klarlack handelt es sich um einen transparenten Lack, welcher als
Überzug für Metallic- und Perlmutlacke gedacht ist. Klarlack besteht in der
Regel nur aus Binder und Lösungsmittel. Die Vorteile des Klarlackes liegen ganz
klar auf der Seite des Schutzes. Neben einer einfacheren Pflege, wird zudem auch
noch die UV-Beständigkeit erhöht.
Pulverlackbeschichtung
Eine Pulverlackbeschichtung erfordert im Gegensatz zu allen anderen
Beschichtungsvarianten keine Lösungsmittel. Der Festkörperanteil des darin
enthaltenen organischen, zumeist duroplastischen Beschichtungspulver liegt bei
100%. Diese besonders umweltschonende Lackbeschichtung hat den Nachteil, dass
der Schutz gegen äußere Einflüsse in der Regel nicht so hoch ist.
Metallic-Lack
Der Metalliclack findet seine Verwendung bei einer ganz besonderen
Lackierungstechnik. Hierbei werden in den Lack kleine Metallstücke beigemischt,
welche letztlich den metallisch-glänzenden Effekt erzeugen.
Bei dieser Lackart
handelt es sich bei den Fahrzeugherstellern in der Regel um ein
aufpreispflichtiges Extra, weil der Herstellungsaufwand höher ist als bei
Uni-Lacken. Zur Pflege sollte man weiche Baumwolltücher verwenden, bzw.
schleifmittelfreie Polituren.
Uniacke
Unilacke sind dadurch charakterisiert, dass diese nicht zusätzlich mit Klarlack
versehen sind. Bei der Pflege sollte man darauf achten, dass Pflegeprodukte wie
Polituren nicht zu oft angewendet werden. Der Grund liegt darin, dass Unilacke
über einen sehr dünnen Lackfilm verfügen, sodass Farben ohne zusätzliche
Klarlackbeschichtung schnell ausbleichen können.
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