|
Autowebsite » Automarken im Überblick » Fliegen vom Autolack entfernen
Fliegen vom Autolack entfernen
Mit Beginn der warmen Jahreszeit haben Autofahrer ein ganz spezielles Problem. Sobald die ersten Insekten durch die Luft schwirren, enden einige von ihnen früher oder später als unschöne Flecken auf dem Fahrzeug. Doch nicht nur aus optischen Gründen sollten die Chitinpanzer möglichst rasch entfernt werden; auf Scheiben und Scheinwerfern hemmen sie den Durchblick, auf dem Lack schaden sie dem Fahrzeug.
Bei der Windschutzscheibe ist es einfach, sofort Abhilfe zu schaffen. Leistungsfähige Waschwasserzusätze aus dem Fachhandel helfen dabei, frische Insekten sofort mit Hilfe der Scheibenwischer aus dem Sichtbereich zu entfernen. Ein ausreichend gefüllter Waschwassertank sollte selbstverständlich sein. Ohne Reinigungszusätze entsteht aber meist nur ein Schmierfilm, der mit purem Wasser nicht zu beseitigen ist. Auch die Wischblätter nehmen häufige Insektenkontakte übel, da die Gummilippen auf Dauer Schaden nehmen. Daher empfiehlt sich eine möglichst rasche und gründliche Scheibenreinigung bei jedem Zwischenstopp an der Tankstelle.
Auf Scheiben können auch klassische Fliegenschwämme benutzt werden, die für lackierte Fahrzeugteile wegen der Gefahr von Kratzern nicht geeignet sind. Vorsicht geboten ist auch bei Scheinwerfern, da diese bei modernen Fahrzeugen nicht mehr aus Glas, sondern aus Kunststoff sind. Auch hier droht Kratzerbildung und Beschädigung von Klarlackschichten.
Auf dem Lack können Insekten richtige Schäden verursachen. Einmal getrocknet, sind sie nicht ohne weiteres zu entfernen. Selbst moderne Waschanlagen haben damit Schwierigkeiten, wenn nicht vorher die entsprechenden Stellen eingeweicht werden. Das manuelle Entfernen der Insekten ist deutlich mühsamer, aber in aller Regel auch schonender für den Lack.
Der Fachhandel hält diverse chemische Reinigungsmittel bereit, um die Entfernung der Insektenleichen zu beschleunigen. Ähnlich zusammengesetzt wie die Waschwasserzusätze, sind sie meist dickflüssig, damit sie besser auf der Oberfläche des Fahrzeugs haften. Je nach Produkt sind verschiedene Einwirkzeiten zu beachten, die bei Nichteinhaltung unschöne Flecken zur Folge haben können. Bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen sollte daher besser mehrfach gereinigt werden als eine zu lange Einwirkzeit zu riskieren.
Wer auf chemische Hilfe verzichten möchte, kann auch auf klassische Weise vorgehen. Die bereits erwähnten Fliegenschwämme sollten allerdings auf keinen Fall verwendet werden. Man weicht die verschmutzten Stellen mit Hilfe von Küchenpapier oder Zeitungspapier ein. Dazu legt man die Blätter flach auf und feuchtet sie an. Gegebenenfalls kann auch ein für Autowäschen geeignetes Reinigungsmittel verwendet werden. Nach einer Einwirkzeit von etwa fünfzehn Minuten wird das Papier entfernt. Verbliebene Rückstände werden mit viel Wasser und einem weichen Schwamm abgewaschen. Zeitungspapier hinterlässt bisweilen einen leichten Schmierfilm aus Druckerschwärze, weswegen heutzutage die Küchenrolle erste Wahl sein sollte.
Stark verschmutzte Kennzeichen können mit Hilfe von Teppichschaum oder auch Rasierschaum wieder gereinigt werden. Auch hier gilt: Vorsicht mit harten Fliegenschwämmen! Manch eifriger Putzteufel hat sich mit solchen Schwämmen schon die amtlichen Siegel und Prüfplaketten entfernt, was mehr als ärgerlich ist. Grundsätzlich gilt: Besser einen Arbeitsgang wiederholen, als sich deutliche Kratzspuren am Fahrzeug einzuhandeln.
Diese Seite empfehlen
| Diese Seite verlinken
Sie können mehr automobiles Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns auf Ihren Beitrag:
Leser-Kommentare (0)
|