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Zündspule
Eine Zündspule ist ein elektrisches Bauteil in einem Fahrzeug und Teil der Zündanlage. Sie wird lediglich in Fahrzeugen eingesetzt, die mit einem Ottomotor betrieben werden. Da im Zylinder eines Ottomotors während des Luftansaugens die Zuführung des Kraftstoffs erfolgt, entzündet sich dieser nicht selbstständig. Beim Dieselmotor wird die angesaugte Luft stark komprimiert, wodurch sich der Kraftstoff nach Zuführung durch die enorme Komprimierungshitze von selbst entzündet.
Da diese Selbstentzündung beim Ottomotor entfällt, wird hierzu das Luft-Kraftstoff-Gemisch im Brennraum durch eine an den Brennraum anliegende Zündkerze entzündet. Um eine effektive Entflammung des Luft- und Kraftstoffgemischs im Brennraum zu erwirken, reicht ein Impuls im Bereich der 12 Volt Bordspannung eines Kraftfahrzeugs nicht aus. Hierzu ist ein Hochspannungsimpuls erforderlich, welcher ausreichend Zündenergie liefert, um das Luft-Kraftstoff-Gemisch effektiv zu entzünden.
Zur Erzeugung dieses Hochspannungsimpulses ist eine Zündspule erforderlich, da diese aufgrund des gleichen Funktionsprinzips einem Funkeninduktor gleichgesetzt werden kann. Die Zündspule ist über ein Zündkabel mit einem Zündverteiler verbunden. Dieser leitet die Hochspannungen an die Zündkerzen weiter. Der Gesamtkomplex aus Zündspule, Zündkabel, Zündverteiler, Zündkerzen sowie der entsprechenden elektronischen Steuerungseinheiten wird als Zündanlage bezeichnet. Für den Einsatz in Personenkraftfahrzeugen vorgesehene Zündspulen haben generell drei Anschlüsse.
Die Zündspule löst das Hauptproblem der Funkenerzeugung, indem sie aus der im Niederspannungsbereich liegenden geringen Bordspannung eines Fahrzeugs von 12 Volt eine Hochspannung mit einem Wert von 15 - 30 Kilovolt erzeugt. Eine Primär- und Sekundärspule bilden im Wesentlichen den Aufbau dieses Bauteils. Durch eine rhythmische Unterbrechung der Stromzufuhr der Primärspule mittels eines Unterbrechers wird aufgrund des Effekts der Selbstinduktion eine Gegenspannung zur Sekundärspule erzeugt.
Diese Gegenspannung führt zu einem Hochspannungsimpuls im Sekundärkreislauf, welcher über das Zündkabel weitergeleitet wird. Ein Unterbrecher erwirkt durch die periodische Unterbrechung (Öffnung und Schließung) eines elektrischen Kontakts die ebenso periodische Unterbrechung des elektrischen Stromflusses. In modernen Fahrzeugen wird der Unterbrecher elektronisch gesteuert. Neben dem Unterbrecher ist auch noch ein parallel geschalteter Kondensator Teil der Zündanlage. Dieser dient als Zwischenspeicher für die elektrischen Ladungen. Die Zündanlage steht zudem in Verbindung mit der Steuereinheit, die den optimalen Zündungszeitpunkt für das Luft- und Kraftstoffgemisch im Zylinder reguliert.
Aufgrund des Vorliegens von Hochspannung ist besondere Vorsicht bei Reparaturen an der Zündanlage eines Fahrzeugs geboten. Diese sollten ohnehin in erster Linie nur dann ausgeführt werden, wenn das Fahrzeug außer Betrieb ist. Außerdem ist zu beachten, dass die Hochspannung auch zu entsprechender Hitzeentwicklung führt, weshalb beim Umgang mit diesen Bauteilen auch vor Verbrennungen gewarnt sei. Die Zündspule selbst kann aufgrund ihrer Dosenform leicht identifiziert werden.
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