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Motorschaden




Ein Motorschaden kann schon eine recht unangenehme Angelegenheit sein. Wenn der Motor nicht mehr anspringt, könnte dies viele Ursachen haben wie Probleme der Zündung, Kraftstoffversorgung oder Elektronik. Dies sind eher kleine Probleme und haben nichts mit einem Motorschaden zu tun. Auch der geringe Verlust von Motoröl oder Kühlflüssigkeit sind noch nicht so problematisch.

Geht es allerdings um inneren Verlust von Betriebsstoffen, Zahnriemen- und Steuerkettendefekten bzw. sogar zum Kompressionsverlust, kann man schon vom Motorschaden reden. Zumindest muss der Zylinderkopf abgenommen und bearbeitet werden.

Der Zylinderkopf, eines der wichtigsten Teile am Motor, dichtet beim Verbrennungsmotor den Verbrennungsraum ab und ist am Zylinder-Ende über dem oberen Todpunkt des Kolbens angeordnet. Je nach Kombination enthält er Einlass- und Auslassventile, Nockenwellen, Zündkerzen, Einspritzdüsen- und -ventile.

Zu den typischen Arbeiten am Zylinderkopf gehört das Erneuern des Kettenspanners an der Steuerketteass zur Kompressionsmessung, die zwischenzeitlich immer wieder mal erfolgen sollte, wird eine besondere Druckmessvorrichtung eingesetzt. So lassen sich auch versteckte Motorschäden aufspüren.

Ist das Kühlsystem ausgefallen und hat sich der Zylinderkopf infolge von Überhitzung verzogen, wird die Situation schon ernster. Ist der Verzug nicht so gravierend, kann eventuell durch entsprechendes Schleifen ausgeglichen und eine dickere Zylinderkopfdichtung eingesetzt werden.

Berüchtigt ist auch der so genannte Kolbenfresser, bei dem die Ventile auf den Kolben schlagen. Der ganze Motor muss ausgebaut werden um dann zerlegt und aufgebohrt zu werden. Durch das Übermaß soll dann die Kompression wieder hergestellt werden.

Ein anderer Motorschaden, nämlich ein Riss im Gehäuse, kann durch gefrorenes Kühlwasser entstehen. Spätestens dann ist die Verschrottung des Fahrzeuges oder ein Austauschmotor fällig.




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Leser-Kommentare (1)

Hermann (05.11.2009 17:43:57)

Beim sogenannten Kolbenfresser ist durch mangelnde Schmierung und Überhitzung eines Kolbens das Aluminium des Kolbens weich geworden und über die Kolbenringe und an die Zylinderwand geschmiert. Im Extremfall bleibt der Kolben an der Zylinderwand kleben (er frisst) und der Motor kann blockieren. Dadurch kann sogar das Pleuel dieses Kolbens abreißen. In milden Fällen läuft der Motor weiter; die Kompression (und somit die Verbrennung)ist aber durch die nicht mehr ausfedernden Kolbenringe (stark) gemindert; der Motor braucht plötzlich Öl. Man spricht jetzt von einem überlaufenen Fresser. Eine Motor Generalüberholung ist dann fällig.

Die Ventile kommen nur mit den Kolben in Berührung wenn die Nockenwelle nicht mehr mit der Kurbelwelle synchron läuft, weil z.B. Der Zahnriemen wegen zu geringer Spannung einen oder mehrere Zähne übergesprungen oder sogar gerissen ist. Die Ventile werden dabei krumm und können abreißen. Manchmal reicht ein Ersetzen der Ventile, manchmal ist aber auch der Zylinderkopf irreparabel geschädigt.




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