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Drosselklappe
Die Drosselklappe ist ein essentielles Bauteil am Fahrzeug. Jedes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hat eine Drosselklappe, besonders sportliche Modelle haben sogar mehrere Drosselklappen. Die Klappe sitzt vor dem Ansaugtrakt des Motors und lässt entsprechenden Sauerstoff, der vom Motor benötigt wird, passieren oder eben nicht. Die Öffnung der Drosselklappe wird vom Fahrer direkt beeinflusst, denn das Gaspedal ist für die Öffnung der Drosselklappe verantwortlich.
Tritt man das Gaspedal voll durch, so ist die Drosselklappe voll geöffnet. Das Resultat spürt man recht deutlich, denn das Fahrzeug beschleunigt mit seiner maximalen Motorkraft. Hält man jedoch das Gaspedal auf einem Level, so bleibt die einströmende Luft konstant und das Fahrzeug hält nahezu konstant das vorgegebene Tempo.
Wenn der Fuß komplett vom Gas genommen wird, sollte man meinen dass der Motor ausgeht. Dies passiert aber nicht, da die Drosselklappe immer eine gewisse Menge Luft durchlässt und somit den Motor genügend Luft für die Minimaldrehzahl zur Verfügung stellt.
Ältere Autos besitzen in der Regel einen Gaszug. Dieser setzt die Gaspedalbefehle nahezu ohne Verzögerung um. Das Ansprechverhalten des Motors ist vom Gefühl spontaner und direkter, denn moderne Fahrzeuge besitzen das so genannte E-Gas. Das elektronische Gaspedal wird eingesetzt, da die Fahrzeuge mit einem Bussystem (CAN-Bus) vernetzt sind. Konkret bedeutet dies, dass sämtliche elektronischen Bauteile im Fahrzeug miteinander vernetzt sind.
Dies erhöht aber die Sicherheit, denn nur mit elektronischem Gaspedal können Sicherheitsfunktionen wie ESP oder ASR ermöglicht werden. Erkennen die Radsensoren beispielsweise dass die Räder durchdrehen, so nimmt das Auto kein Gas mehr an und die Leistung wird gedrosselt. Ein Gaszug würde unvermittelt weiter Gas geben, da die Drosselklappe trotz durchdrehender Räder voll geöffnet wird. Die Folge dieser Vernetzung ist jedoch ein leicht synthetisches Gefühl, welches subjektiv ein schlechteres Ansprechverhalten des Fahrzeugs suggeriert. Andererseits kann die Kennlinie des Gaspedals so programmiert werden, dass das Auto schneller und aggressiver auf das Gaspedal reagiert. Effektiv wird der Pedalweg elektronisch verkürzt.
Die Drosselklappe ist eigentlich ein Bauteil, welches über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs keine Probleme verursacht. Hin und wieder kann sich aber die Drosselklappe mit Schmutz festsetzen und so nicht mehr komplett öffnen. Die Folge ist eine geminderte Motorleistung. Auch der Drosselklappensteller geht gerne mal kaputt. Beide Ursachen sind aber schnell von einem Fachmann zu beheben.
Tuner machen sich die Funktion der Drosselklappe bei klassischem Motortuning oftmals zum Nutzen, denn eine Vergrößerung der Klappe sorgt für einen höheren Luftdurchsatz was in einer höheren Motorleistung resultiert. Allerdings muss dies über die Motorelektronik eingestellt werden. Fahrzeuge mit einer so genannten Einzeldrosselanlage oder Sportmodelle mit großer Zylinderzahl, verzichten auf ein zentrales Saugrohr.
Die Luft wird bei einer alleinigen Drosselklappe nach dieser gleichmäßig in die Zylinder verteilt. Bei einer Einzeldrosselanlage hat jeder Zylinder seine eigene Drosselklappe. Die Zylinder werden besser gefühlt, jedoch steigen die Emissionen und damit ist dieses Thema höchstens noch bei einigen Tunern im Kopf. Sportler mit 8, 10 oder 12 Zylindern vertrauen meist auf eine Drosselklappe je Zylinderbank.
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