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Common Rail
Der Begriff "Common Rail" kommt aus dem englischen und meint „gemeinsame
Schiene“. Gemeint ist hiermit die Verwendung einer gemeinsamen
Kraftstoff-Hochdruckleistung mit entsprechenden Abgängen zur Versorgung der
Zylinder mit Kraftstoff.
Genannt wird die Common Rail Einspritzung auch „Speichereinspritzung“ und ist
ein Einspritzsystem für Verbrennungsmotoren. Mit diesem System bringt eine
Hochdruckpumpe den Kraftstoff auf ein hohes Druckniveau. Der Kraftstoff, der
unter Druck steht, füllt ein Rohrleitungssystem, welches bei Betrieb des Motors
ständig unter Druck steht.
Grundgedanke des Common Rail ist die vollständige Trennung der Erzeugung von
Druck, vom eigentlichen Einspritzvorgang. Nur so ist eine ausschließlich durch
Kennfelder gesteuerte Einspritzung möglich, wobei die Einspritzmenge und der
Zeitpunkt der Einspitzung durch die Motorelektrik gesteuert wird.
Je Zylinder wird ein Ventil elektrisch betätigt, welches in die Einspritzdüse
eingebaut ist. Die kurzen Druckanstiegszeiten ergeben sich durch die kurzen Wege
zwischen dem Ventil und der Einspritzdüse. Dies wirkt sich positiv auf den
Verbrennungsprozess und dessen Steuerung aus. Hierbei gibt es unterschiedliche
Einspritzungen, wie die Voreinspritzung, Haupteinspritzung und die
Nacheinspritzung.
Bei einer herkömmlichen Einspritzpumpe, ist die Einspritzmenge und die –dauer
jeweils vom Kolbenhub abhängig. Hierdurch ist nur ein Einspritzvorgang pro
Arbeitstakt möglich, der durch spezielle Düsengestaltung zusätzlich variiert
werden kann. Die Common Rail Technik ermöglicht es, die Einspritzmenge und die –dauer
unabhängig vom Kurbelwinkel zu gestalten. So ist auch eine Mehrfacheinspritzung
möglich.
Entwickelt wurde das Common Rail System für Direkteinspritzungen für
Dieselmotoren. Bei Benzinmotoren arbeiten die Einspritzsysteme bei
Multipoint-Einspritzungen nach demselben Prinzip, haben jedoch einen wesentlich
geringeren Einspritzdruck.
Ende der 1980er Jahre begann die Vorbereitung des Unijet-Systems und es wurden
Anlagen nach dem Prinzip des Common Rail entwickelt. 1994 wurde diese Phase
abgeschlossen und im Oktober 1997 kam ein Fahrzeug mit dieser Technik auf den
Markt: der Alfa Romeo 156 JTD.
Hauptziel der Common Rail Technik ist die Optimierung des Verbrennungsprozesses
und die Motorlaufeigenschaften zu verbessern, sodass es zu einer Reduzierung der
Partikelemissionen kommt. Aufgrund des hohe Drucks wird der Kraftstoff fein
zerstäubt und kann so besser verbrannt werden.
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