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Bremskraftverstärker




Der Bremskraftverstärker sorgt dafür, dass der Fahrer eines Autos weniger Kraft aufbringen muss als eigentlich nötig wäre, um die gewünschte Bremswirkung zu erzielen. Bei den heute in den meisten Autos zu findenden so genannten Unterdruck-Bremskraftverstärkern wird diese Hilfskraft durch eine gewisse Druckdifferenz erzeugt, in manchen Fahrzeugen sind aber auch elektrische oder hydraulische Bremskraftverstärker zu finden. Diese werden allerdings eher bei Nutzfahrzeugen eingesetzt.

In einem Bremssystem, das ohne Verstärker arbeitet, wirkt ein Druck auf die Bremse ohne Umweg auf den Hauptbremszylinder. Von dort wird Bremsflüssigkeit durch ein System von Leitungen an die Bremsen gepresst. Um eine gewisse Bremswirkung zu erzielen, muss der Fahrer sehr kräftig auf die Bremse treten, gerade bei höheren Geschwindigkeiten führt das dazu, dass der Bremsweg enorm lang wird. Viele ältere Fahrzeuge, beispielsweise der VW Käfer oder alte VW Polos aus den 80er Jahren, sind nicht mit Bremskraftverstärkern ausgerüstet. Diese verfügen dann entweder über Selbstverstärkende Trommelbremsen oder haben einen sehr kurzen Pedalweg, so dass auch ohne das Zusatzbauteil die zum Bremsen nötige Kraft aufgebracht werden kann.

Der benötigte Druck kann aber durch den Einsatz einer Membran stark verringert werden. Beide Seiten dieser Membran stehen unter Unterdruck, sobald der Fahrer auf die Bremse tritt, wird atmosphärischer Druck auf eine Seite der Membran gerichtet. Die Druckdifferenz sorgt dann dafür, dass die eingesetzte Bremskraft unterstützt und verstärkt.

Da die Druckdifferenz relativ gering ist, muss die Oberfläche der Membran verhältnismäßig groß sein. Andernfalls ist die Wirkung des Bremskraftverstärkers nicht ausreichend. Aus diesem Grund misst das Gehäuse eines Bremskraftverstärkers bis zu zehn Zoll.

Wichtig ist, dass der Bremskraftverstärker nur bei laufendem Motor arbeitet. Daher sollte besonders dann Vorsicht geboten sein, wenn ein Auto wegen eines technischen Defekts oder einer anderen Panne liegen bleibt. Beim Abschleppen mit ausgestelltem Motor ist das Bremsen zwar nach wie vor möglich, der Fahrer muss aber deutlich mehr Kraft aufwenden, als er es gewohnt ist.

Die größte Leistung bietet er, wenn der Fahrer den Wagen auf eine hohe Drehzahl bringt und dann vom Gas geht. Da der Bremskraftverstärker den im Ansaugrohr vorhandenen Unterdruck nutzt, sind verstopfte Luftfilter eine häufige Ursache für so genannte schleifende Bremsen.

Ob der Bremskraftverstärker so funktioniert, wie er soll, lässt sich ganz einfach selbst überprüfen. Mit abgestelltem Motor sollte der Fahrer mehrere Male auf die Bremse treten, jeweils bis er dabei einen starken Widerstand spürt. Zum Schluss bleibt dann der Fuß auf der Bremse und der Motor wird gestartet. Das Bremspedal sollte jetzt nachgeben, da der Bremskraftverstärker bei laufendem Motor arbeitet. Ist das nicht der Fall, sollte das Auto vor der nächsten Fahrt von einem Fachmann untersucht werden.




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