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Bremskolben
Eine hydraulische Bremse besitzt immer einen Bremssattel, dieser beherbergt wiederum den Bremskolben. Entsprechend besitzt jedes Auto mit Scheibenbremsen entsprechende Bremskolben. In der Regel sind dies vier, also zwei Scheibenbremsen an der Vorderachse und zwei Scheibenbremsen an der Hinterachse. Kleinwagen oder Fahrzeuge älteren Baujahrs haben aber häufig auch an der Hinterachse zwei Trommelbremsen. Diese funktionieren ebenfalls hydraulisch, sind aber vom Aufbau her verschieden.
Der Bremskolben wird über die Bremsflüssigkeit angesprochen und sorgt dafür, dass der Bremsbelag auf die Scheibe gedrückt wird. Die Bremsflüssigkeit kann nicht komprimiert werden, deshalb wird ein Bremspedalbefehl auch nahezu ohne Druckverluste umgesetzt. Allerdings besitzen die Fahrzeuge noch einen Bremskraftverstärker, der den Autofahrer unterstützt und dafür sorgt dass der Bremskolben mit höherem Druck auf die Scheibe gedrückt wird. Der Kolben ist beweglich gelagert und lässt sich leicht bewegen. Damit keine Bremsflüssigkeit austritt, besitzt der Sattel und damit auch der Bremskolben einen Dichtring.
In der Regel arbeiten der Kolben und damit die Bremse zuverlässig. Bei regelmäßiger Wartung und Kontrolle, ist die Funktion der Bremse immer gegeben. Auch der Tüv oder ein anderes unabhängiges Prüfinstitut überprüfen zur Hauptuntersuchung die Funktion der Bremse.
Bei starker Beanspruchung und hoher Laufleistung kommt es gerne mal vor,
dass der Bremskolben stecken bleibt. In der Regel rückt er sauber aus und bringt
auch den nötigen Bremsdruck auf die Bremsscheibe um das Fahrzeug sicher zum
Stehen zu bringen. Allerdings rückt der Bremskolben nicht mehr sauber ein. Die
Folge ist, dass der Bremsbelag praktisch an der Scheibe bleibt. Das dies nicht
gut ist, sollte jedem klar sein. Zum einen erhöht sich der Verschleiß des
Bremsbelags drastisch und zum anderen erhitzt sich die Scheibe bei Autofahrten
so stark, dass diese auch gerne mal platzen kann. Einen fest sitzenden
Bremskolben bemerkt man zum einen durch ein deutlich schwereres Beschleunigen
des Fahrzeugs, durch einen erhöhten Kraftstoffverbrauch, stark riechende Brems-
oder Verbrennungsgerüche und durch eine ständig aufgeheizte Felge.
Die Reparatur ist jedoch einfach, allerdings sollte dies aus Sicherheitsgründen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Ein anschließendes Entlüften der Bremsanlage ist enorm wichtig, um weiterhin die Funktion der Bremse zu gewähren. Letztlich wird der Bremssattel demontiert und der Kolben ausgerückt. Dazu wird er gereinigt und von Rost und anderen Fremdpartikeln befreit. Die Laufbuchsen werden neu geschmiert und neue Dichtungsringe eingesetzt. Der Dichtungsring ist die Hauptursache des Schadens, denn dieser Ring sollte die Feuchtigkeit vom Bremskolben fernhalten und eben für die bereits erwähnte Dichtigkeit sorgen. Die anschließende Montage des Bremssattels ist eine Sache von paar Minuten.
Als Autofahrer sollte man im Fall der Fälle nicht verzweifeln, denn diese Art von Schaden ist schnell und günstig zu beheben. Tritt dieses Problem erstmalig auf, können auch scharfe Bremsmanöver auf freier Strecke zu einer alt gewöhnten Gängigkeit führen. Dennoch sollte man anschließend das Bremssystem vom Fachmann überprüfen lassen.
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