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Autogasanlage
Sparen mit Autogas
Die Kosten für eine Autogasanlage liegen je nach Technik und Motorgröße zwischen 1600 € und über 3000 €. Entsprechende Fahrleistungen vorausgesetzt, können sich diese innerhalb weniger Jahre amortisieren, da Autogas nur etwa die Hälfte von Benzin kostet. Dank eines für Autogas bis 2018 verminderten Steuersatzes kostet dieses in Deutschland nur etwa 65 Cent pro Liter.
Verfügbarkeit
Schon 6000 Tankstellen haben in Deutschland die Autogas, kurz LPG (Liquefied Petroleum Gas) genannt, und auch in den meisten anderen europäischen Ländern gibt es Autogas, dort meistens GPL (gaz de pétrole liquéfié) genannt.
Wie wird Autogas getankt?
Autogas ist Flüssiggas, eine Mischung von Butan und Propan. Im Vergleich zum Erdgas (CNG) muss Autogas weniger komprimiert werden. Entsprechend weniger aufwändig ist die Tankkonstruktion, was sich im Preis der Anlage niederschlägt, der im Schnitt etwa 30% unter dem einer CNG-Anlage liegt. Grundsätzlich können Radmuldentanks oder Zylindertanks im Kofferraum Verwendung finden, letztere gibt es in Größen von maximal 200 Liter. Die Betankung erfolgt über einen Tankstutzen neben dem Benzintankstutzen oder hinter einer unauffälligen Klappe im hinteren Karosseriebereich. Zum Tanken werden in Deutschland meist ACME-Adapter, im Ausland auch Dish- oder Bajonett-Adapter benützt.
Technik der Autogasanlage
Es gibt die älteren Venturi-Anlagen sowie teil-sequentielle und sequentielle Anlagen, seit 1995 auch LPI-Anlagen (Liquid Propane Injection). Bei den ersteren wird Flüssiggas in einen Verdampfer geleitet und dann über einen Druckregler den Einspritzventilen am Motor zugeführt. Wegen der bei der Verdampfung entstehenden niedrigen Temperatur muss der Verdampfer vom Kühlwassersystem erwärmt werden, damit er nicht vereist. Deswegen schalten sich solche Anlagen erst zu, wenn das Kühlwasser etwa 30° C erreicht hat. Dies kann im Winter etwas dauern, bis dahin wird der Wagen mit Benzin betrieben.
Bei sehr starken Minusgraden ist es bisweilen angebracht, die Gasanlage auszuschalten und erst dann von Hand einzuschalten, wenn wirklich die richtige Betriebstemperatur erreicht wird, um ein Ruckeln des Motors zu vermeiden. Seit 1995 gibt es auch LPI-Anlagen, die ohne Verdampfer auskommen, weil das Autogas durch eine Druckpumpe direkt in die Ventile geleitet wird, was eine bessere Leistungsausbeute erlaubt. Werden Ottomotoren mit Autogas betrieben, so stellt sich wegen der geringeren Dichte ein geringfügiger Leistungsabfall ein. Dieser kann bei älteren Venturi-Anlagen bei bis zu 10% liegen, bei modernen LPI-Anlagen ist er kaum merkbar.
Folgekosten
Neben den Anschaffungskosten verursacht eine Autogasanlage auch Folgekosten: sie muss bei der Hauptuntersuchung extra abgenommen werden, etwa alle 40.000 km müssen die Kraftstoff-Filter ausgetauscht werden, und die Verwendung spezieller Zündkerzen wird wegen der höheren Verbrennungstemperatur empfohlen. Auch kann eine Einstellung der Autogasanlage nur von einer Spezialwerkstatt erfolgen. Insgesamt kann festgestellt werden, dass sich eine Autogasanlage ab einer jährlichen Fahrleistung von etwa 20.000 km unbedingt lohnt. Dass man durch die geringere CO2-Emission auch noch etwas für die Umwelt tut, ist ein weiterer Vorteil der Autogasanlage.
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